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Winfried Toll

  • Geb. 1955 in Dorsten in Westfalen
  • Dirigent, Dozent (Prof. an der MHS Frankfurt a.M.), Sänger (Tenor) und Komponist
  • Von 1994 bis 2002 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
  • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Frankfurter Kantorei, Camerata Vocale Freiburg, Daejon Philharmonic Choir Südkorea
  • Meilensteine: Bachs "Matthäuspassion", Händels "Messias", Mendelssohns "Elias"
  • Übersicht: Mit dem Bach-Verein Köln aufgeführte Werke

Biografische Skizze

Winfried Toll wurde im westfälischen Dorsten geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Münster und Freiburg. Nach dem Examen 1978 schloss sich ein Studium in den Fächern Komposition und Musiktheorie bei Klaus Huber und Brion Ferneyhough sowie der Schulmusik mit den Schwerpunkten Gesang und Dirigieren an der Freiburger Musikhochschule an. Meisterkurse besuchte Winfried Toll bei Elisabeth Schwarzkopf, Aldo Baldin und Helmuth Rilling.

Eine rege Konzerttätigkeit als Solist im In- und Ausland, insbesondere im Bereich der Neuen Musik, mehrere Preise bei Kompositionswettbewerben und Auftragskompositionen namhafter Ensembles, u.a. des Kammerchores Stuttgart unter Frieder Bernius anläßlich der Welt-Chormusiktage in Louisville, USA, sowie des Süddeutschen Rundfunks, machten Winfried Toll bekannt. Seit 1988 leitet Winfried Toll die Camerata Vocale Freiburg, mit der er 1990 erster Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs wurde. 1992 gewann er den renommierten Europäischen Chor- Wettbewerb in Cork/Irland. Mehrere Einladungen zu Gastdirigaten in Rahmen verschiedener Festivals (Turin, Gibbelina/Sizilien, Biennale Venedig, Tokyo) und von deutschen Rundfunkchören sowie CD- Einspielungen runden die künstlerische Tätigkeit von Winfried Toll ab. 1994 übernahm er die künstlerische Leitung des Bach-Vereins Köln, die er bis April 2002 inne hatte. Winfried Toll ist seit 1995 alljährlich als Gastprofessor in Tokio an der Musashino Universität tätig und wurde 1997 zum Professor für Chorleitung an der Musikhochschule in Frankfurt am Main ernannt. Seit November 1997 leitet er in der Nachfolge von Helmuth Rilling und Wolfgang Schäfer die Frankfurter Kantorei. Außerdem ist Toll seit 2007 künstlerischer Leiter des Daejon Philharmonic Choir in Südkorea.

Bereits während der Studienzeit entstanden erfolgreiche Kompositionen: Das Orgelwerk "Wegkreuze" wurde 1980 mit dem Kompositionspreis "Altenburger Dom" ausgezeichnet, 1981 folgte ein Kompositionspreis in Stuttgart für das Werk "Psalm 13" für Soli, Chor und Orchester. 1985 wurde Winfried Toll für das Werk "Wenn ich dein je vergesse" für 16 Solostimmen und gemischten Chor bei der Internationalen Bachakademie in Stuttgart ausgezeichnet. Die Uraufführung erfolgte unter Mitwirkung der Frankfurter Kantorei. 1989 entstand "Tu es pulchra" als Auftragswerk für das Internationale Chorsymposium in Louisville Kentucky (USA) für vier Hörner und Doppelchor. Vom Festival "Stimmen" in Lörrach im Juli 2000 wurde Winfried Toll der Auftrag zur Komposition eines Werkes für das Raschèr-Saxophon-Quartett und Kammerchor erteilt, das im Juli 2001 uraufgeführt wurde.

Pressestimmen

"... Tolls dirigentische Handschrift entspricht seiner Auffassung vom Singen: flüssig, leicht und locker." (Kölnische Rundschau 1995 zu J.S. Bachs "Weihnachtsoratorium")

"... Der Komponist verstand sein Handwerk. Das gilt auch für Winfried Toll, der seinem Chor die Betonungen aus den Mündern zieht, die Einsätze mit der flachen Hand den Stimmen anreicht oder sie heraushebt." (Kölnische Rundschau 1998 zu L. Cherubinis "Requiem")

" ... Profitierten schon die Solisten von Winfried Tolls hellwacher Einfühlung, so galt dies in besonderem Maße für den Chor, der sich unter den Flügeln seines Leiters aufgehoben fühlte wie in Abrahams Schoß. Von Anfang bis Ende ein gemeinsames Atmen, blitzsaubere Intonation und federleichte Bewegung gelockerter Stimmen ... Jubel ist eben keine Frage der Lautstärke, sondern des Herzens.“ (Kölnische Rundschau 2000)