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Spaw, Daniel

Daniel Spaw, in den Jahren 2007 bis 2012 musikalischer Assistent beim Bach-Verein Köln, studierte an der Indiana University Jacobs School of Music Klavier und Musiktheorie und schloss sein Studium 2007 mit dem Bachelor of Music ab. In den Jahren 2006/07 nahm er an dem Artur Balsam Chamber Music Festival in Wabash/Indiana sowie 2005/06 beim EuroArts Music Chamber Festival in Leipzig teil, wo er zum "Teilnehmer mit Auszeichnung" gekürt wurde. 2007/08 war Spaw Stipendiat des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms der Inwent gGmbH.

Zudem ließ sich der in Nashville/Tennessee an der Musikhochschule für Musik und Tanz in Köln in der Klasse von Prof. Michael Luig im Fach Orchesterleitung ausbilden. Die Werke "Appalachian Spring" von Aaron Copland und "L'histoire du soldat" von Igor Strawinsky wurden unter seiner Leitung von Studierenden der Hochschule Köln mit Erfolg aufgeführt. Als Organist konzertierte er mit dem Kölner Kammerorchester in München, Paris und Köln. Mehrfach stand er am Dirigentenpult des Philharmonischen Chors der Stadt Bonn, so z.B. bei einer Mendelssohn-Matinee im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn sowie bei einer Aufführung von Händels "Messiah" oder bei den Friedhofskonzerten auf dem Alten Friedhof in Bonn, in denen u.a. Johannes Brahms' "Ein deutsches Requiem" in der Klavierfassung zu Gehör kam.

Beim Bach-Verein Köln trat er bereits wiederholt als Organist, Pianist bzw. Codirigent in Erscheinung, so z.B. im Konzert "Bach+Avantgarde", bei den Aufführungen der Kinderoper "Brundibár", bei der Jugendoper "Die Mädchen von Theresienstadt" sowie u.a. bei Konzerten, in denen das sechsstimmige Magnificat aus der "Marienvesper" und Auszüge aus der "Missa in illo tempore" von Claudio Monteverdi auf dem Programm standen. Im Rahmen der 6. Kölner Musiknacht leitete er im September 2010 vom Cembalo aus die Aufführung von Bachs "Tilge, Höchster, meine Sünden".

Nach seiner Berufung zum Kapellmeister ans Österreichische Landestheater Linz im Jahr 2012 hat sich Spaw ein breites Repertoire erarbeitet und neben großen, international beachteten Opernproduktionen wie Verdis "La Traviata" (Regie Robert Wilson) auch mehrere Musicals, sinfonische Programme und Kinderkonzerte geleitet.
Seit der Saison 2017/18 hat Daniel Spaw, dessen Interessen neben der Musik vor allem Sprachen und internationale Politik sind, den Posten als Erster Kapellmeister und stellvertretender Musikdirektor am Theater Hof/Franken inne.

Beim "War Requiem" 2018, das Benjamin Britten für zwei Dirigenten konzipiert hat, übernimmt Spaw den Part, den der Komponist bei der Uraufführung 1962 selbst dirigierte: Er leitet das Kammerorchester (Orchestre Français des Jeunes), das als separater Klangkörper Brittens Vertonungen der Antikriegsgedichte der Solisten begleitet.