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Brittens War Requiem

Die Konzerte

Freitag, 6. April 2018, 20 Uhr
Kölner Philharmonie

Sonntag, 8. April 2018, 18 Uhr
Narodowe Forum Muzyki, Wrocław (Breslau)

Dienstag, 10. April 2018, 20 Uhr
Philharmonie Berlin

Bach-Verein Köln und Bundesjugendorchester
in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat, dem WDR und weiteren Partnern, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Kulturamt der Stadt Köln

Benjamin Britten: "War Requiem"
für Soli, großen Chor, Kinderchor, Kammerorchester und großes Orchester (UA 1962)


Banu Böke (Türkei / Deutschland), Sopran
James Gilchrist (England), Tenor
Erik Sohn (Deutschland), Bariton

Coventry Cathedral Girls’ Choir (England)
Polski Narodowy Chór Mlodziez?owy (Polnischer Nationaljugendchor)
Les Pastoureaux (Knabenchor aus Waterloo/Belgien)
Jugendchor der Lukaskirche Bonn

Chor des Bach-Vereins Köln

Mitglieder des Orchestre Français des Jeunes (Frankreich)
Bundesjugendorchester – Nationales Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland

Daniel Spaw (USA), Dirigent Kammerorchester
Thomas Neuhoff, Dirigent

Das Projekt

Bach-Verein Köln und Bundesjugendorchester
in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat, dem WDR und weiteren Partnern, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Kulturamt der Stadt Köln

"War Requiem: Ewig ruhe der Krieg!"

Ein internationales und generationenübergreifendes Musikprojekt zum Anti-Kriegsoratorium "War Requiem" von Benjamin Britten zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 "SHARING HERITAGE"



Das Projekt "War Requiem: Ewig ruhe der Krieg!" möchte einen Beitrag leisten, Generationen und Völker zusammenzubringen und zu erinnern an ein grausiges Kapitel Europas, das uns in Zeiten neu aufkeimenden Nationalismus nur auf den ersten Blick fern erscheint. Benjamin Brittens 1961 / 62 entstandenes "War Requiem" fordert Ausführende wie Zuhörer auf, sich mit den großen Kriegen des 20. Jahrhunderts auseinanderzusetzen. Es erinnert daran, wie vor 100 Jahren in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges eine ganze Generation junger Männer leiden und sterben musste und wie nur wenig später im verheerendsten Krieg aller Zeiten 50 Millionen Tote zu beklagen waren. Die den Opfern der beiden Weltkriege gewidmete Totenmesse des leidenschaftlichen Pazifisten Benjamin Britten hat durch die Verknüpfung des traditionellen Requiem-Texts mit neun "War Poems" des im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen englischen Dichters Wilfred Owen eine unvergleichliche Tiefendimension und emotionale Wirkung.

Das Bundesjugendorchester, "Deutschlands jüngstes Spitzenorchester" und vielfach als Kulturbotschafter der Bundesrepublik Deutschland weltweit unterwegs, will gemeinsam mit dem Bach-Verein Köln im Frühjahr 2018 Menschen aller Generationen zu einer über das rein Musikalische hinausgehenden Auseinandersetzung anregen. Das umfangreiche Begleitprogramm, das u.a. Einführungsveranstaltungen, Begleitkonzerte, Gottesdienste und Ausstellungen umfasst, informiert über Benjamin Brittens Werk und die beiden großen Kriege des 20. Jahrhunderts und schlägt den Bogen in unsere heutige Zeit. Drei Aufführungen von Brittens "War Requiem" in den Philharmonien in Köln und Berlin sowie im Nationalen Musikforum Wroclaw (Breslau) bilden Höhepunkt und Abschluss des Projekts. Das Kölner Konzert wird von WDR 3 live übertragen; die Aufführung in der Berliner Philharmonie wird live und kostenlos in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker gestreamt.

Die Ausführenden unserer drei Konzerte kommen, ganz im Sinne des Komponisten, aus verschiedenen Ländern, die seinerzeit verfeindet waren (Deutschland, England, Frankreich, Polen, USA), aber auch aus Teilen der Welt, die aktuell in Kriege verwickelt sind, darunter Flüchtlinge aus dem Nahen Osten im Jugendprojektchor. Brittens Komposition impliziert das musikalische Miteinander geradezu: Unterschiedliche Klangkörper, großes Orchester und großer Chor, Kammerorchester und Kinderchor sowie drei Solisten und zwei Dirigenten finden am Ende zu einem hoffnungsvollen Ganzen und mahnen: "Ewig ruhe der Krieg!"

Der Prospekt zum Projekt

Hier steht Ihnen die zweite, aktualisierte Auflage des Flyers zum umfangreichen Begleitprogramm des Projekts "War Requiem: Ewig ruhe der Krieg!" (Stand: Januar 2018) als pdf-Datei zum Download [1.155 KB] zur Verfügung.

Bach-Verein Köln und Bundesjugendorchester
in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat, KölnMusik, dem WDR und weiteren Partnern, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Kulturamt der Stadt Köln, unterstützt durch den Rotary Club Leverkusen

Wir danken Frau Sonja Greiner von der European Choral Association - Europa Cantat für die Beratung beim War Requiem-Projekt.



Ein Projekt im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 – SHARING HERITAGE

Das Begleitprogramm

Samstag, 27. Januar 2018, 19 Uhr
Evangelische Christuskirche Andernach

Sonntag, 28. Januar 2018, 17 Uhr
Trinitatiskirche Köln
Chorkonzerte EXTRA des Netzwerks Kölner Chöre

Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Erstickte Stimmen
Verfemte Musik im Nationalsozialismus

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
“Hör mein Bitten”, Hymne für Sopran, Chor und Orgel

Alexander (von) Zemlinsky (1871-1942)
Sonate für Violoncello und Klavier in a-Moll

Franz Schreker (1878-1934)
“Zwei Lieder auf den Tod eines Kindes” op. 5

Walter Braunfels (1882-1954)
“Die Gott minnende Seele”, Liederzyklus für Sopran und Klavier nach Gedichten von Mechthild von Magdeburg op. 53

Darius Milhaud (1892-1974)
Sonatine für Flöte und Klavier op. 76

Viktor Ullmann (1898-1944)
Drei jiddische Frauenchöre a cappella
Zwei chassidische Frauenchöre a cappella
Zwei hebräische Chöre für gemischten Chor a cappella

Gideon Klein (1919-1945)
“Wiegenlied” aus Theresienstadt für Sopran und Klavier
"Bachuri Le'an Tisa" für Sopran und Frauenchor

Dana Marbach, Sopran
Diren Duran, Flöte
Sofia von Freydorf, Violoncello
Alina Gehlen, Orgel
Kammerchor des Bach-Vereins Köln
Thomas Neuhoff, Klavier und Leitung

Eintritt in Andernach frei
Karten für das Konzert in Köln zu € 12,-/ 6,- (erm.) an allen bekannten Vorverkaufsstellen

The Pity of War - Choral Evensong

Freitag, 9. März 2018, 18 Uhr
Antoniterkirche Köln
Im Rahmen der Reihe "KirchenTöne"

"The Pity of War" - Choral Evensong
Musikalischer Abendgottesdienst im Stil der Anglikanischen Tradition mit Werken von William Byrd, Heinrich Schütz, Henry Purcell, Frank Renard, Louis Vierne, Frank Martin und Krzysztof Penderecki

William Byrd (1543?-1623): "Preces and Responses"
Heinrich Schütz (1585-1672): "Meine Seele erhebt den Herren" (Deutsches Magnificat)
Henry Purcell (1659-1695): "Nunc dimittis" ("Lobgesang des Simeon"), aus: "Evening Service" in g
Frank Renard (1866-1934): Prelude aus der Suite a-Moll für Orgel
Louis Vierne (!870-1937): Epitaphe aus "24 Pièces en style libre" für Orgel
Frank Martin (1890-1974): "Notre Père" (Vater unser), aus: "In terra pax"
Krzysztof Penderecki (*1933): "Exaltabo te" (Psalm 30)

Johannes Quack, Orgel
Kammerchor des Bach-Vereins Köln
Thomas Neuhoff, Leitung

Dr. Rainer Stuhlmann, Liturg

Eintritt frei!

Musikalisch-theologische Einführung

Montag, 26. März 2018, 19 Uhr
Trinitatiskirche Köln
i
n Kooperation mit der Karl Rahner Akademie Köln und der Melanchthon-Akademie Köln

"Abraham opfert Isaak und die Jugend Europas"
Musikalisch-theologische Einführung in Brittens "War Requiem"

Banu Böke, Sopran
Esther Valentin, Mezzosopran
Scott Wellstead, Tenor
Erik Sohn, Bariton

Prof. Johann Michael Schmidt, Theologe
Dr. Martin Bock, Moderation

Kammerchor des Bach-Vereins Köln
Jugendchor der Lukaskirche Bonn

Thomas Neuhoff, Klavier und Leitung

Eintritt frei!

Konzerteinführung "War Requiem"

Freitag, 6. April 2018, 19 Uhr
Foyer der Kölner Philharmonie

Konzerteinführung "War Requiem"
Eine Stunde vor Konzertbeginn führt der Musikwissenschaftler Carl Kanowsky im Foyer der Kölner Philharmonie in Brittens "War Requiem" ein (in deutscher Sprache).

Ein Requiem auf den Krieg

Karfreitag, 30. März 2018, 7.00-7.25 Uhr im Deutschlandradio Kultur und auf www.deutschlandfunk.de

"Ein Requiem auf den Krieg - Benjamin Brittens Botschaft am Karfreitag"
mit dem Theologen Dr. Rainer Stuhlmann

Nachzuhören bzw. zu lesen unter folgendem Link ...

PhilharmonieLunch

Donnerstag, 5. April 2018, 12.30 Uhr
Kölner Philharmonie

Eintritt frei!

PhilharmonieLunch
Am Vortag des Kölner Konzerts besteht die Möglichkeit, einer öffentlichen Probe mit dem Bach-Verein Köln, dem Bundesjugendorchester und den internationalen Solisten und Chören beizuwohnen.

English Speaking Lecture

Donnerstag, 5. April 2018, 20 Uhr
Aula des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Köln

War and Peace in Music
English Speaking Lecture mit Carl Kanowsky, Musikwissenschaftler

Eintritt frei!

Um die aus verschiedenen Ländern nach Köln gekommenen Projektteilnehmer in gleicher Weise anzusprechen, wird der kalifornische Sänger und Musikwissenschaftler Carl Kanowsky seinen Vortrag über die Darstellung von Krieg und Frieden in der Musikgeschichte in englischer Sprache halten. Ausführende wie Publikum sind gleichermaßen herzlich eingeladen!

"hello camel" - Ausstellung

Sonntag, 8. April bis Freitag, 4. Mai 2018, Evangelische Versöhnungskirche Köln-Holweide, Buschfeldstraße 30, 51067 Köln
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.30 bis 13 Uhr, Mittwoch und Donnerstag, 17 bis 20 Uhr
Sonntag nach dem Gottesdienst ab 12 Uhr (und jederzeit nach Vereinbarung)

"hello camel" - Kriegsfotografien des Fotojournalisten Christoph Bangert

Ausstellungseröffnung
Sonntag, 8. April 2018, 11 Uhr im Anschluss des Gottesdienstes

Finissage
Freitag, 4. Mai 2018, 19.30 Uhr
Mit musikalischen "Kriegsklagen" und Lesungen literarischer Texte zum Thema "Krieg und Frieden" aus verschiedenen Epochen
In Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide. Der Eintritt ist frei!

Eintritt frei!

Meiner Erfahrung nach sind die beiden wesentlichsten Merkmale des Krieges Horror und Absurdität", sagt Christoph Bangert. Nachdem er in seinem von den Medien gefeierten Buch "War Porn" den Umgang unserer Gesellschaft mit schrecklichen Bildern untersucht hat, setzt er sich nun in seiner neuen Arbeit "hello camel" mit der Absurdität des Krieges auseinander. Unserer klischeehaften Vorstellung des modernen Krieges als rasantem, dramatischem und heroischem Ereignis stellt er seine ruhigen und aufgeräumten, aber auch eigenartigen und fremden Bilder der Kriege in Afghanistan, Gaza und dem Irak entgegen. Gleichzeitig ist "hello camel" eine Dokumentation des menschlichen Bestrebens, im Angesicht von Gewalt und Chaos so etwas wie Normalität zu schaffen.
"hello camel" ist auch der Titel dieser Ausstellung mit Werken Bangerts an einem besonderen Ort: der Versöhnungskirche Köln-Holweide. Die Ausstellung ist Teil des Projekts "War Requiem: Ewig ruhe der Krieg!", in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide.

Hier steht Ihnen einen kleine Auswahl an Kriegsfotografien von Christoph Bangert zum Download bereit:
Foto 1 [4.538 KB]
Foto 2 [4.185 KB]
Foto 3 [4.412 KB]