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»Passing the Visions« - Einführungsveranstaltung

Mittwoch, 22. April 2020, 19 Uhr
Aula 2 der Universität zu Köln
Universitätskonzerte des Collegium musicum

»Passing the Visions – Visionen von Präsidenten und Künstlern«
Walt Whitmans »Lilacs«-Elegie auf Abraham Lincoln und Paul Hindemiths Vertonung: F. D. Roosevelts »One World«-Politik gegen »America First«
Einführungsveranstaltung zum Konzert »I Hear America Singing« in Kooperation mit dem Englischen Seminar der Universität zu Köln und dem Amerika Haus NRW

Prof. Dr. Walter Grünzweig, American Literature und Culture, TU Dortmund
Scott Meyers, Jiddische Rezitation
Studierende des Englischen Seminars der Universität zu Köln

Sophia Herber, Mezzosopran
Simon Bailey, Bariton
Schülerinnen und Schüler des Jugendprojektchors "Song of Democracy"
Chor des Bach-Vereins Köln
Thomas Neuhoff, Klavier und Leitung

Eintritt frei!

Fast auf den Tag genau 75 Jahre nach dem Tod des bedeutenden amerikanischen Präsidenten F. D. Roosevelt präsentiert der Bach-Verein Köln in Kooperation mit der Universität Köln und dem Amerika Haus NRW eine Veranstaltung, die als Kontrast zur aktuellen »America First«- Politik verstanden werden darf. Roosevelts »One World«-Theorie und die – bei allem Patriotismus – weltoffene und zutiefst humane Weltanschauung Whitmans stehen im Mittelpunkt eines Abends, an dem Poesie des »Barden der Demokratie« in vielen Sprachen rezitiert wird, um die Internationalität der Studentenschaft zu dokumentieren.
Paul Hindemiths Musik auf Whitman-Verse fungiert dabei als »Atlantische Brücke«: Der aus Nazi-Deutschland emigrierte und in seiner Heimat als »entartet« diffamierte Komponist fühlte sich besonders von der 1865 verfassten Elegie auf den Tod Abraham Lincolns angezogen. 
Äußerer Anlass für die Vertonung von »When Lilacs Last in the Dooryard Bloom’d« war der Tod Roosevelts am 12. April 1945, kurz vor Kriegsende. Die Vision dieses einzigen amerikanischen Präsidenten, der mehr als zwei Wahlperioden amtierte, war neben der Einführung der Sozialversicherung und dem regulierenden Eingreifen in die Wirtschaft (»New Deal«) eine Ausrichtung der amerikanischen Außenpolitik vom Isolationismus zum Internationalismus, vom Nationalismus zum Gedanken globaler Abhängigkeit aller (»Good Neighbour Policy«).
Als Referent konnte der Whitman-Experte Prof. Dr. Walter Grünzweig von der TU Dortmund gewonnen werden, der dort am 31. Mai 2019 eine internationale Tagung zum 200. Geburtstag des amerikanischen Nationaldichters geleitet hat.