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Jugendprojekt 2006: »Noah und die Flut«

Jugendprojekt 2006: »Noah und die Flut«

Mit dem Projekt »Noah und die Flut« von Benjamin Britten wandten sich der Philharmonische Chor Bonn und der Bach-Verein Köln an Kinder und Jugendliche. Sie sollten nicht nur als Zuhörer:innen, sondern als aktive Mitwirkende beteiligt werden. Dieses Jugendprojekt war das erste in einer langen Reihe von vergleichbaren Projekten von Thomas Neuhoff mit dem Bach-Verein Köln.

Die etwa 50-minütige Kirchenoper von Benjamin Britten (1913–1976) ist im Stil eines mittelalterlichen Mysterienspiels geschrieben und als pädagogisches Projekt für musikalische Arbeit mit Kindern konzipiert (Uraufführung 1958). Mit einfachen Mitteln wird hier die biblische Geschichte von der großen Flut für ein breites Publikum erzählt, wobei agierende Kinder im Mittelpunkt stehen.

Kreatives Musizieren mit Kindern war ein Schwerpunkt im Schaffen Brittens, der als der bedeutendste englische Komponist des 20. Jahrhunderts gilt. In »Noah und die Flut« bietet Britten jugendlichen Musiker:innen die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Entwicklungsstufen im instrumentalen Spiel und im Gesang zu einem Ganzen zusammenzufügen und dabei mit Profis zusammenzuarbeiten. Die Rollen des Noah und seiner Frau hat er für erfahrene Opernsänger:innen geschrieben, daneben gibt es zahlreiche Partien für singende Kinder: Noahs Familie wird von Kinderchor-Solist:innen dargestellt, die zahlreichen Tiere vom großen Kinderchor (mit Tier-Masken). Das Orchester erfordert neben einem professionellen Ensemble mehrere Instrumentengruppen spielender Kinder: Blockflöten, Trompeten und Streicher, dazu ein höchst einfallsreich besetztes Schlagwerk, in dem etwa die Regentropfen durch (mit Holzlöffeln angeschlagene) aufgehängte Tassen und Trinkbecher imitiert werden.

Der Bach-Verein Köln und der Philharmonische Chor Bonn wandten sich mit dem Projekt »Noah und die Flut« an Schüler:innen und Musiklehrer:innen im Raum Köln/Bonn und animierten sie zum aktiven Mitwirken. Ziel der Produktion war die musikalische Nachwuchsförderung, das praktische Heranführen an Chorgesang und Theaterspiel! Aber auch nur einfaches Zuhören und Zuschauen kann für Kinder sehr inspirierend sein.

Die Aufführungen wurden in deutscher Sprache gesungen.

Mitwirkende

Erik Sohn, Bariton (Noah)
Ilse Hirschner, Mezzosopran (Noahs Frau)
Ludwig Egener, Sprecher (Stimme Gottes)
Solisten des Kinderchores der Lukaskirche Bonn (Noahs Kinder)
Kinderchöre der Carl Stamitz Musikschule Köln-Porz, der Europaschule Kerpen, der Carl-Orff-Schule Hürth und der Wendelinus-Grundschule Bornheim-Sechtem
Kammerchor des Bach-Vereins Köln
Instrumentalensembles der Rheinischen Musikschule Köln
Kammerorchester des Bach-Vereins Köln
Heike Heinen (Regie)
Thomas Neuhoff (Dirigent)

Möglichkeiten der Beteiligung

  • Passiv: Besuch einer Vorstellung der kompletten Produktion
  • halb-aktiv: durch Vorbereitung einfacher Lieder zum Mitsingen während der Aufführung
  • aktiv musikalisch (1): durch Gestaltung der Tier-Rollen (einfache Gesangspartie, einstimmig)
  • aktiv musikalisch (2): für Musikschulen durch Übernahme einzelner Instrumental- / Chorpartien
  • ergänzend dazu im Fach Kunsterziehung: Möglichkeit handwerklicher Mitarbeit an Bühnenbild / Kostümen / Masken

Aufführungen

  • Samstag, 1. April 2006: Lukaskirche Bonn (zwei Aufführungen)
  • Sonntag, 2. April 2006: Gemeinschaftshauptschule Wachtberg
  • Dienstag, 13. Juni 2006: Europaschule Kerpen
  • Donnerstag, 15. Juni 2006: Lutherkirche/Südstadt Köln

jugendprojekt2006

Pressestimmen

»... Zu bewundern war, wie sicher der Leiter Thomas Neuhoff sein riesiges kunterbuntes Ensemble über die ganze Strecke einer knappen Stunde zusammenhielt, wie klar er Zeichen gab und zu hellwachen Reaktionen anfeuerte. Ein tolles Erlebnis, für Mitwirkende wie Publikum. Dass die Lutherkirche bei der immerhin zweiten Aufführung schon lange vor Beginn überfüllt war, kommentierte Neuhoff mit Humor: ›So eng war es einst auch in Noahs Arche. Da musste man froh sein, wenn man noch ein Plätzchen bekam.‹ Froh sein mussten auch die jungen Menschen, die bei ›Noah‹ mitspielen durften. Dieses neue Jugendprojekt des Kölner Bach-Vereins ist auf so große Resonanz gesoßen, dass der Dirigent eine Fortsetzung versprach.« (Kölner Stadt-Anzeiger, 20. Juni 2006)

»... Thomas Neuhoff leitete sehr souverän und kindertauglich sein Riesen-Ensemble (Kammerorchester des Bach-Vereins, verschiedene Ensembles der Rheinischen Musikschule, die Pianisten James Maddox und Kate de Marten usw.) und hielt seine Spieler in der nicht anspruchslosen Partitur Brittens zusammen.« (Kölnische Rundschau, 17. Juni 2006)

Jugendprojekt 2009: »Kinder unserer Zeit«

Jugendprojekt 2009: »Kinder unserer Zeit«

Zwei Oratorien, die unter dem Eindruck des Dritten Reichs und des Zweiten Weltkrieges entstanden sind, standen am 14. Juni 2009 auf dem Programm eines gemeinsamen Konzertes des Bach-Vereins Köln und dem Philharmonischen Chor der Stadt Bonn: Michael Tippetts »A Child of Our Time« sowie Frank Martins »In Terra Pax« in der Kölner Philharmonie. Dirigent Thomas Neuhoff nahm dieses Konzert zum Anlass, erneut ein groß angelegtes Jugendprojekt in Bonn und Köln ins Leben zu rufen.

Von Februar bis Mai 2009 beschäftigten sich Schüler:innen aus Bonner und Kölner Schulen mit der Frage, was es für sie bedeutet, hier und heute Kinder unserer Zeit zu sein. Im Deutschunterricht wurden sie ermutigt, ihre Alltagserfahrungen in Texte zu fassen; Ausgrenzung, Gewalt in Familie und Schule, Armut, Rassismus, Religion und Toleranz konnten dabei Themen sein. Im Kunstunterricht und in Theater-AGs konnten die Themen körperlich und sinnlich erfahrbar umgesetzt werden, im Geschichtsunterricht – in der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit – erlangten die Kinder und Jugendlichen historisches Bewusstsein nicht nur kognitiv, sondern durch die Verknüpfung mit eigenem Erleben auch emotional. Im Musikunterricht schließlich vertonten die Schüler:innen die entstandenen Texte, angeregt und beraten von Thomas Neuhoff und dem Komponisten David Graham. Beteiligt waren neben dem Lehrpersonal die Theaterpädagogin Kerstin Baldauf sowie professionelle Musiker.

Mitwirkende

Kerstin Baldauf, Theaterpädagogin
David Paul Graham, Komponist
Rabih Lahoud, Gesang
Ansu Yeboah, afrikanische Trommeln
Schüler:innen der Gemeinschaftshauptschule Wachtberg, der Hauptschule am Römerkastell Bonn, der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn, der Gemeinschaftsgrundschule Soldiner Straße, der Europaschule Kerpen und des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Bonn
Thomas Neuhoff, Gesamtleitung

Rahmenprogramm

  • 14. Mai 2009: Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Bonn-Bad Godesberg
    Abschlusspräsentation der Schulen aus dem Raum Bonn
  • 19. Mai 2009: Aula des Gymnasiums der Stadt Kerpen - Europaschule
    Abschlusspräsentation der Schulen aus dem Raum Köln
  • 21. Mai 2009 (Christi Himmelfahrt): Kölner Philharmonie
    Präsentation ausgewählter Projekte beim Kindertag in der Kölner Philharmonie
  • 23. Mai 2009: NS-Dokumentationszentrum (El-De-Haus) Köln
    Führung: Der deutsch-türkische Schriftsteller Doğhan Akhanli führt durch das Kölner NS-Dokumentationszentrum.
  • 25. Mai 2009: Synagoge, Tempelstr. 2-4, Bonn
    »Antisemitismus – ein Thema auch für Jugendliche!«
    Workshop für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre mit Astrid Mehmel (Gedenkstätte Bonn) und Dr. Margret Traub (Synagogengemeinde Bonn): Über Einstellungen Bonner Schülerinnen und Schüler zu Juden und zum Antisemitismus, um historische Zusammenhänge und stereotype Vorurteile.
  • 26. Mai 2009: Ev. Lukaskirche Bonn
    Öffentliche Probe mit Werkeinführung zu Michael Tippetts Oratorium »A Child of Our Time«
    Philharmonischer Chor der Stadt Bonn; Thomas Neuhoff, Dirigent
    Im Anschluss daran Filmvorführung: »Das kurze mutige Leben des Herschel Grünspan« (arte 2007)
  • 3. Juni 2009: Kino in der Brotfabrik
    »Ein Kind unserer Zeit« (»Un fils de notre temps«)
    Film des französischen Filmemachers Fabrice Cazeneuve nach dem gleichnamigen Roman von Ödön von Horvath. Michael Tippett entlehnte den Titel des Romans für sein Oratorium »A Child of Our Time«. (Frankreich 2002, 90 Min., DF)
  • 7. Juni 2009: Ev. Lukaskirche Bonn
    Themengottesdienst »In Terra Pax« mit Musik von Frank Martin
    Pfarrer Michael Schäfer und Siegfried Virgils; Michael Adair, Bariton; Philharmonischer Chor der Stadt Bonn; Thomas Neuhoff, Leitung
  • 7. Juni 2009: Arkadas Theater Köln
    Lesung mit Musik: Doğan Akhanli liest aus seinem Roman »Die Richter des jüngsten Gerichts«
    Doghan Akhanli und Kerstin Baldauf, Rezitation; Instrumental- und Vokalensemble des Bach-Vereins Köln; Matthias Höhn, Duduk und Sas; Michael Adair, Bariton; Thomas Neuhoff, Leitung
  • 10. Juni 2009: Trinitatiskirche Köln
    Einführungsveranstaltung zum Konzert am 14.06.: »The darkness declares the glory of light« – Musik unter dem Eindruck des Zweiten Weltkrieges
    Mitglieder des Bach-Vereins Köln und des Philharmonischen Chores Bonn; Michael Adair, Bariton; Dr. Martin Bock, Theologe; Thomas Neuhoff, Leitung
  • 14. Juni 2009: Kölner Philharmonie
    Konzert mit Michael Tippett: »A Child of Our Time« und Frank Martin: »In Terra Pax«
    Indra Thomas, Gerhild Romberger, Luca Martin, Thomas Laske, Klaus Mertens; Chor des Bach-Vereins Köln; Philharmonischer Chor Bonn; Gürzenich-Orchester Köln; Thomas Neuhoff, Leitung
  • 17. Juni 2009: Kino in der Brotfabrik Bonn-Beuel
    »Autistic Disco« (Deutschland 2007, 85 Min.), Regie: Hans Steinbichler
  • 21. Juni 2009: Filmforum NRW (im Museum Ludwig)
    »Ein Kind unserer Zeit« (»Un fils de notre temps«)

Förderung durch Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung

Mit ihrer Ideeninitiative »Integration durch Musik« fördert die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung das Miteinander von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Nationalitäten und kultureller Herkunft. Deutschlandweit hatte sie 2009 Vereine, Verbände, Stiftungen und individuelle Initiatoren mit gemeinnütziger Zielsetzung eingeladen, musisch orientierte Projekte für eine erfolgreiche Integration junger Menschen zu entwickeln. 91 Bewerbungen gingen bei der Ideeninitiative ein. Die 14 besten wurden von der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung finanziell unterstützt, darunter auch der Bach-Verein Köln und der Philharmonische Chor der Stadt Bonn mit ihrem gemeinsamen Schülerprojekt »Kinder unserer Zeit«.

Pressestimmen

»Dem Künstlerischen Leiter beider Chöre, Thomas Neuhoff, liegt die musikalische Nachwuchsarbeit am Herzen. Er will Kinder und Jugendliche nicht nur mit Musik auch des 20. Jahrhunderts vertraut machen, sondern sie ermutigen, selbst aktiv zu werden ... Das aktuelle Projekt zeichnet sich in zweierlei Hinsicht aus: Zum einen führt es die Schülerinnen und Schüler über die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit an Themen wie Ausgrenzung, Gewalt, Armut, Rassismus, Religion und Toleranz heran. Zum anderen werden die Kinder und Jugendlichen angeleitet, ihre eigenen Erfahrungen und Emotionen zu diesen Themen mit musikalischen, künstlerischen, poetischen und theatralischen Mitteln auszudrücken – als ›Kinder unserer Zeit‹« (Bonner Rundschau, 21. April 2009)

»In diesen Schülern steckt Musik. Einige scheinen selbst überrascht, dass sie Komponist sein können, Pianistin oder Rapper. Andere, wie die Bläserklasse der Bertolt-Brecht-Gesamtschule, überraschen ihren Lehrer. Beim Projekt ›Kinder unserer Zeit‹ zeigen Schüler aus sechs Schulen in Bonn, Wachtberg und Köln zurzeit, was in ihnen steckt. Sie schlagen damit eine Brücke zu zwei Oratorien, die unter dem Eindruck des Dritten Reichs und dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind: Michael Tippetts ›A Child of Our Time‹ und Frank Martins ›In Terra Pax‹ . Dirigent Thomas Neuhoff will nicht nur Jugendliche an diese Musik heranführen, die er mit dem Philharmonischen Chor der Stadt Bonn und dem Bach-Verein Köln aufführt. Er fragte sich auch, wie Kinder unserer Zeit die Welt sehen. Rosig ist sie für die Siebtklässler der Hauptschule am Römerkastell nicht, ihre Traumzimmer haben sie aus Abfall gebastelt. Doch in den vergangenen Wochen sind ungewöhnliche Talente zum Vorschein gekommen. Thomas Neuhoff und Komponist David Graham zeigen den Schülern, wie sie sich mit Musik ausdrücken können. ›Wärst du hier, dann wärst du stolz auf mich‹, rappt Baris, das Rhythmus-Talent der Gruppe. Und das wären alle Mamas, an die diese Zeilen gerichtet sind, sicherlich ...‹« (General-Anzeiger Bonn, 6. Mai 2009)

»Eine ebenso großartige Eigenleistung bewies die Bläserklasse 5 der Bertolt-Brecht-Gesamtschule. Mit ihren Instrumenten, die sie seit Beginn des Schuljahres lernen, vertonten die Schüler selbst verfasste Gedichte, in denen sie schöne und schlimme Erlebnisse einer ganz normalen Woche verarbeitet hatten. Dass man Gefühle auch nur instrumentell ausdrücken kann, zeigte die 7. Klasse der Hauptschule Am Römerkastell. Mit ihrem Stück – ›Wir‹ betitelt – stellte sie das tägliche Auf und Ab mit einer Mischung aus harten und weichen Klängen dar. Auf ganz andere Weise hatte sich der Kunst-Grundkurs der zwölften Jahrgangsstufe des Adenauer-Gymnasiums mit dem Thema auseinander gesetzt. Die Schüler präsentierten an diesem Abend vier Skulpturen, in denen sie Gewalt, zerrüttete Familienverhältnisse, Unterdrückung und den Wandel der Geschlechterrollen zeigen. Thomas Neuhoff wünscht sich, dass die Schüler erkennen, dass sie selbst in der Lage sind, Musik zu machen. ›Das ist viel kreativer, als sich beschallen zu lassen.‹« (General-Anzeiger Bonn, 16. / 17. Mai 2009)

Jugendprojekt 2008: »Brundibár«

Jugendprojekt 2008: »Brundibár«

Die Kinderoper »Brundibár« von Hans Krása (1943, Theresienstadt) erzählt die Geschichte vom letztlich erfolgreichen Kampf vieler kleiner, vermeintlich chancenloser Kinder gegen das Böse, verkörpert durch den Leierkastenmann Brundibár.

Die Geschwister Aninka und Pepíček sind in Sorge um ihre schwer kranke Mutter. Für frische Milch – das benötigte Heilmittel – reicht das Geld nicht. Auf dem Markt entdecken die Halbwaisen den Leierkastenmann Brundibár, der die Erwachsenen mit seiner Musik in den Bann zieht und mit vielen Münzen belohnt wird. Die Kinder versuchen nun ihrerseits, mit Singen das ihnen fehlende Geld zu verdienen. Aber niemand bemerkt sie, da ihre Stimmen zu schwach sind. Entmutigt gehen sie nach Hause.
In der Nacht kommen ein Hund, eine Katze und ein Spatz zu den traurigen Kindern und versprechen ihnen Hilfe. Ihr Plan: Wenn viele Kinderstimmen gegen Brundibár antreten, könnten sie etwas gegen ihn ausrichten. So trommeln sie alle Kinder aus der Nachbarschaft zusammen und üben Singen. Und tatsächlich: Am nächsten Tag will niemand mehr Brundibár hören, alle Leute kommen und lauschen ihrem Gesang. Als Aninka und Pepíček das Geld für die Milch endlich zusammen haben, schleicht sich Brundibár heran und stiehlt das Verdiente. Alle Tiere und Kinder verfolgen den Dieb und können Brundibár schließlich gemeinsam besiegen.

Hans Krása komponierte seine Kinderoper »Brundibár« 1938 und schrieb sie nach seiner Deportation in das KZ Theresienstadt erneut nieder, weil er die Partitur nicht hatte mitnehmen können. In Theresienstadt wurde die Kinderoper über 50-mal aufgeführt. Die Sänger:innen und Schauspieler:innen waren jüdische Kinder, von denen bald darauf die meisten, wie auch Hans Krása, in Auschwitz ermordet wurden.
Unter schwierigsten Umständen wurden einfache Bühnenbilder und Kostüme geschaffen. Die fröhlichen Melodien der kleinen Oper »Brundibár« begeisterten gleichermaßen Ausführende wie Zuhörer:innen und ließen eine Zeit lang die Schrecken des Lagerlebens vergessen. Die Solidarität der Schwachen gegen einen despotischen Charakter steht im Mittelpunkt der Oper. Ein echtes »Mutmachstück«.

Dieses Stück bot eine ideale Möglichkeit, Kinder durch das Medium Musik u.a. an Fragen der Zeitgeschichte heranzuführen. Jungen und Mädchen im Alter von 7 bis 15 Jahren spielten die Hauptrollen in dieser außergewöhnlichen Oper, ältere Schüler:innen führten in einer Rahmenhandlung in das Werk ein, indem sie aus Zeitzeugnissen lasen. Bei dieser Produktion gab es verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten mit unterschiedlichem zeitlichen Aufwand. Angestrebt war eine übergreifende Zusammenarbeit der Fächer Geschichte, Musik, Ethik, Religion und Kunst. Das Stück wurde mit einem erprobten Regisseur erarbeitet und von Thomas Neuhoff, dem Künstlerischen Leiter des Bach-Vereins Köln, musikalisch einstudiert.

Mitwirkende

Solist:innen des Kinderchors der Evangelischen Lukaskirche Bonn
Schüler:innen der Europaschule Kerpen, der Gemeinschaftsgrundschule Soldiner Straße und der Kölner Domsingschule
Kammerorchester des Bach-Vereins Köln
Thomas Neuhoff, Gesamtleitung

Möglichkeiten der Beteiligung

  • Solo-Rollen mit Gesang
    Anspruchsvolle Rollen, die geübte Sänger:innen erforderten: Brundibár, Aninka und Pepíček, Milchmann, Tiere, Polizist.
  • Solo-Sprechrollen
    Wichtige Sprechrollen, die jedoch keine solistischen Gesangspartien enthielten: Zeitungsverkäufer, Eismann, Bäcker; außerdem stumme, aber schauspielerisch anspruchsvollere und umfangreichere Rollen.
  • Chorpartie
    Reine Beteiligung im Kinderchor – hier konnte jede:r mitsingen. Eine ideale Aufgabe für diejenigen, die Spaß am Singen hatten
  • Instrumentalpartien
    Schwierige solistische Instrumentalpartien, die hoch entwickelte junge Musiker:innen erforderten
  • Leserollen
    Ältere Schüler:innen lasen in der Rahmenhandlung aus Dokumenten der Internierten von Theresienstadt oder Berichten über die dortigen Lebensverhältnisse.
  • Herstellung von Bühnenbild und Requisiten, Kostümentwurf
    Herstellung des – analog zu den Verhältnissen in Theresienstadt – einfachen Bühnenbilds und der einfachen Kostüme im Rahmen des Kunstunterrichts.

Aufführungen

  • 17. April 2008: Aula der Kölner Domsingschule (Klavierfassung)
  • 23. April 2008: Aula der Europaschule Kerben (zwei Aufführungen: Klavier- und Orchesterfassung)
  • 25. April 2008: Aula der Gemeinschaftsgrundschule Soldiner Straße, Köln-Lindweiler (Klavierfassung)
  • 1. Mai 2008: Kindertag in der Kölner Philharmonie (Orchesterfassung)

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Pressestimmen

»... Riesenbeifall für die kleinen Sänger, Tänzer und Darsteller der Gemeinschaftsgrundschule Soldiner Straße. Zwei Mal haben sie Hans Krasas Kinderoper Brundibár gespielt, zwei Mal war die Aula voll besetzt. Die Arbeit hat sich gelohnt. Ein halbes Jahr lang hatte Musiklehrer Reinhold Ide mit dem Schulchor die kindgerechte, aber dabei anspruchsvolle Musik des Prager Komponisten eingeübt. Hinzu kamen Bühnenproben mit Thomas Neuhoff, dem Leiter des Kölner Bach-Vereins, der schon länger auch musikpädagogische Projekte anbietet. Neuhoff hat Krasas Orchesterbegleitung für Klavier arrangiert. Jetzt leitete er die herzerfrischende Aufführung als Regisseur, Souffleur und Klavierbegleiter.« (Kölner Stadt-Anzeiger, 1./2. Mai 2008)

»... Die historischen Fakten stimmen nachdenklich. Schülerinnen der 10. Klassen berichten etwa über den Alltag der Kinder im Konzentrationslager Theresienstadt. Schülerin Eva Vosen singt: ›Und der Regen rinnt‹ – bewegende Worte, die aus der Feder von Ilse Weber stammen, einer Autorin, die ebenfalls nach Theresienstadt deportiert wurde. Da muss erstmal ordentlich durchgeatmet werden. Und den rund 400 Besuchern in der Aula des Europagymnasiums wird klar, dass die folgende Aufführung der Kinderoper ›Brundibár‹, so bunt und fröhlich sie auch daherkommen mag, trotzdem noch ein Zeugnis der unmenschlichen Verbrechen der Nazi-Diktatur ist. Rund 70 Kinder kommen auf die Bühne ... und erzählen singend und tanzend die Geschichte rund um die Geschwister Aninka und Pepicek.« (Kölner Stadt-Anzeiger, 29. April 2008)

»... Der begeisterte Applaus, den die jungen Künstler nach der Oper zu Recht ernteten, hätten auch die älteren verdient gehabt. Wie junge Menschen sich diesem ernsten Kapitel der Geschichte näherten, berührte das Publikum jedoch merklich. Daher darf der verhaltene Applaus als Beweis dafür gelten, dass die Kerpener Gymnasiasten mit ihrer Aufführung den richtigen Ton getroffen haben.« (Kölnische Rundschau, 28. April 2008)

Jugendprojekt 2010: »Die Mädchen von Theresienstadt«

Jugendprojekt 2010: »Die Mädchen von Theresienstadt«

Bei der Einstudierung und Aufführung von Hans Krásas Oper »Brundibár« mit Schüler:innen im Frühjahr 2008 entstand die Idee für »Die Mädchen von Theresienstadt«. »Brundibár« wurde 1942 in Theresienstadt komponiert, einstudiert und aufgeführt. Einige der damals beteiligten Mädchen leben noch heute. Ihre Geschichte sowie die ihrer ermordeten Kameradinnen sind im Buch der Berliner Autorin Hannelore Brenner-Wonschick »Die Mädchen von Zimmer 28 – Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt« dokumentiert.

Thomas Neuhoff nahm Kontakt auf mit Hannelore Brenner-Wonschick und erfuhr, dass sie bereits ein Theaterstück geschrieben hatte: »Ghetto-Tränen 1944. Die Mädchen von Zimmer 28«. Da Musik im Zimmer 28 und deshalb auch in diesem Bühnenwerk eine große Rolle spielte, hatte sie immer schon an ein Musiktheaterstück gedacht und willigte in eine Kooperation ein.

Die Dramaturgin Kerstin Baldauf schrieb das Libretto – darüber, wie das Leben in Theresienstadt war, wie es sich für die damals ca. 13-jährigen Kinder angefühlt hat, wie ihr Alltag aus sah, was sie gedacht und empfunden haben. Die Musik komponierte David Graham – ermutigt von der persönlichen Begegnung mit acht der überlebenden »Mädchen von Theresienstadt« und trotz seiner Bedenken, diesen erschütternden Stoff zu vertonen. Die Oper wendet sich vor allem an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Das Konzept sah die Beteiligung des jugendlichen Publikums in Form von Interaktion während der Aufführung vor. Die an der Einstudierung mit Thomas Neuhoff beteiligten Kinder und Jugendlichen setzten sich auf diese Weise mit der Vergangenheit auseinander, sollten aber vor allem auch ihr Selbstvertrauen stärken und Spaß an eigener Kreativität und am Musiktheater entwickeln.

1943, unweit von Prag, in Theresienstadt: ein Konzentrations- und Durchgangslager, wohin Juden aus der damaligen Tschechoslowakei und den Nachbarländern von den Nationalsozialisten deportiert werden. Zahlreiche Gefangene werden den Aufenthalt hier nicht überleben bzw. von hier aus in eines der Vernichtungslager weitertransportiert. Die Partitur der Kinderoper »Brundibár« ist nach Theresienstadt gelangt. Dieses Stück von Hans Krása thematisiert auf kindgerechte Art die Macht der Nationalsozialisten: Zwei Kinder kämpfen gegen einen Bösewicht und gewinnen. »Die Mädchen von Theresienstadt« erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Mädchen, die »Brundibár« in Theresienstadt spielen. David Grahams Oper verschränkt dabei zwei Handlungsebenen: das Leben im Konzentrationslager 1943 zwischen Angst und Hoffnung, Bangen und Erschöpfung – aber auch die Freude an der Musik, der Spaß bei den Proben zur Kinderoper, der das Leben im Lager erträglicher macht und Mut zum Weiterleben gibt; und das Leben der Überlebenden im Jahr 2010 – der Umgang mit den Erinnerungen an damals, die Beschäftigung mit dem vergangenen und dem gegenwärtigen Schrecken, die Hoffnung auf eine bessere, friedlichere Zukunft.

Mitwirkende

Ingrid Schmithüsen (Sopran)
Kerstin Baldauf (Mezzosopran)
Solistinnen des Jugendchors der Lukaskirche Bonn
Jugendchor der Lukaskirche Bonn
Kammerensemble des Bach-Vereins Köln
David Graham, Musik
Kerstin Baldauf, Libretto und Regie
Thomas Neuhoff, Gesamtleitung

Möglichkeiten der Beteiligung

  • Mitspielen: Einsatz einer Schulklasse als »Extrachor« (mindestens 20 Personen) in einer Szene der Oper (z.B. Szene 4, Opferrolle od. Szene 9, Täterrolle). Stummes Spielen, langsames Marschieren oder auswendiges Singen (dreistimmig), rhythmisches Sprechen möglich.
  • Zuhören: Einführung in die Thematik durch Thomas Neuhoff und David Graham: Dauer etwa 45 Minuten (eine Schulstunde) oder Kurzeinführung vor einer Aufführung, Dauer etwa 10 Minuten.

Aufführungen

  • 23. Januar 2010: Lukaskirche Bonn (Premiere)
  • 25. und 29. Januar 2010: Lukaskirche Bonn
  • 27. Januar 2010: Altes Rathaus Bonn: Feierstunde zum Holocaust-Gedenktag im Alten Rathaus Bonn mit Auszügen aus »Die Mädchen von Theresienstadt«
  • 1. Februar 2010: Klangbrücke im Alten Kurhaus, Aachen
  • 5. und 6. Februar 2010: Bühne der Kulturen im Arkadas Theater Köln
  • 23. Januar 2011: Theatersaal des Hauses der Geschichte Bonn
  • 27. Januar 2011: Europasaal der Landesvertretung NRW in Berlin
  • 30. Januar 2011: Lukaskirche Bonn

Förderung

Das Jugendprojekt 2010 mit David Paul Grahams »Die Mädchen von Theresienstadt« wurde von der C.+G. Hausch-Stiftung gefördert sowie vom Landesmusikrat NRW.

Jugendprojekt 2014: »Saint Nicolas«

Jugendprojekt 2014: »Saint Nicolas«

Wie keinem zweiten Komponisten des 20. Jahrhunderts ist Benjamin Britten mit seiner Musik der Brückenschlag zum musikalischen Nachwuchs geglückt. Und so stand mit der 1948 komponierten Kantate »Saint Nicolas« ganz bewusst eines seiner Werke im Mittelpunkt des Jugendprojekts, das der Bach-Verein Köln in Kooperation mit dem Philharmonischen Chor der Stadt Bonn durchgeführt hat.

Als Besetzung sieht der Tondichter neben einem (professionellen) Tenorsolisten u.a. einen Kinderchor vor, dessen Part im Rahmen des Jugendprojekts 2014 erarbeitet und öffentlich aufgeführt wurde. Neben dem Kinder- und Jugendchor der Lukaskirche Bonn wirkte hier ein von Thomas Neuhoff zusammengestellter, rund 100-köpfiger Chor mit. Er bestand aus Schüler:innen des Köln-Bonner Raums, die größtenteils bislang noch keinerlei Kontakt mit vergleichbarer Musik gehabt hatten. Sie entsprachen damit genau jener Zielgruppe, die Britten mit seinen musikpädagogischen Konzepten erreicht wissen wollte. Die Kinder und Jugendlichen, von denen rund ein Drittel einen Migrationshintergrund hatte, wurden im Vorfeld von ihren Musiklehrer:innen in Zusammenarbeit mit Thomas Neuhoff stimmlich geschult und auf die aktive Mitwirkung an den Konzerten vorbereitet. Unmittelbar interkulturell ging es zu, als aus über 100 Kinderkehlen mehrsprachige Gesänge, z.B. in Englisch, Arabisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch und Deutsch ertönten.

Auch das Instrumentalensemble setzte sich mit 25 Mitwirkenden im Alter von 14 bis 19 Jahren überwiegend aus jugendlichen Streicher:innen und Schlagzeuger:innen zusammen. Nur der erste Schlagzeuger sowie die jeweiligen Stimmführer:innen des Streicherensembles kamen – auf Anweisung des Komponisten – aus dem Profibereich.

Den neun englischsprachigen Sequenzen wurden zum besseren Verständnis kurze inhaltliche Einführungen vorangestellt, die von der Klasse 7c der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in Bad Godesberg im Rahmen des Deutschunterrichts erarbeitet wurden. Interreligiösen Charakter offenbarte die Veranstaltung insofern, als auch (von Schüler:innen mit entsprechendem Migrationshintergrund erarbeitete) türkisch-sprachige Elemente einflossen, da sich Nikolaus von Myra als einstiger katholischer Bischof Kleinasiens – dem Gebiet der heutigen Türkei – auch im Islam bis in unsere Tage großer Wertschätzung erfreut.

Kreative außermusikalische Arbeiten im Deutsch- und Kunstunterricht, die in der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in Bonn-Bad Godesberg zu besichtigen waren, rundeten dieses aufwändige Jugendprojekt ab, dessen Gesamtkonzeption und -leitung in den Händen von Eva de Voss lag.

Mitwirkende

Andreas Post, Tenor
Kinder- und Jugendchor der Ev. Lukaskirche Bonn
Konstantin Reischert, Knabensopran
Constanze Haubrich, Sopran
Hannah Kirrinnis, Sopran
Schüler:innen der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bonn
Projektchor der Mathilde-von-Mevissen-Grundschule Köln
Projektchor Gymnasium Kerpen
Jugendprojektorchester (pädagogisches Coaching und Konzertmeisterin: Annette Wehnert)
Mitglieder des Bach-Vereins Köln und des Philharmonischen Chors Bonn
Eva de Voss, pädagogisches Gesamtkonzept
Samuel Dobernecker, Probenassistenz
Thomas Neuhoff, Dirigent und Moderation

Möglichkeiten der Beteiligung

  • Erarbeitung der Kinderchorpartie von Benjamin Brittens Kantate »Saint Nicolas« und Mitwirkung in den Konzerten
  • Mitwirkung im Instrumentalensemble, bestehend überwiegend aus jugendlichen Streichern und Schlagzeugern
  • Erstellung kurzer inhaltlicher Einführungen der neun englischsprachigen Sequenzen, auch in türkischer Sprache
  • Erstellung einer Bilderserie zum Thema »Nikolaus, der Beschützer der Reisenden« im Kunstunterricht
  • Fertigung eines Bühnenbilds, u.a. mit zwei Stellwänden über die Wundertaten des heiligen Nikolaus.
  • Erarbeitung einer Bänkelballade, inspiriert durch Szene 7 der Kantate (»Nicolas and the Pickled Boys«).

Aufführungen / Präsentationen

  • 05. Dezember 2014, Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg: Werkeinführung und Präsentation von Schülerarbeiten
  • 06. Dezember 2014, Lukaskirche Bonn: Benjamin Britten: »Saint Nicolas«, Kantate für Kinderchöre, gemischten Chor und Jugendorchester
  • 07. Dezember 2014, Trinitatiskirche Köln: Benjamin Britten: »Saint Nicolas«, Kantate für Kinderchöre, gemischten Chor und Jugendorchester

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Förderung

Das in Kooperation mit dem Philharmonischen Chor der Stadt Bonn durchgeführte Schülerprojekt »Saint Nicolas« wurde von der C.+G. Hausch-Stiftung und der Ev. Lukaskirchengemeinde Bonn unterstützt.

Pressestimmen

»Wunderbar, wunderbar, wunderbar. Man kann gar nicht oft genug betonen, wie herausragend ein Projekt wie jenes in der Lukaskirche ist, das Thomas Neuhoff mit Schülern, Mitgliedern seiner Chöre und einem Projektorchester auf die Beine gestellt hat. Zum einen in musikalischer Hinsicht, denn die überaus lohnende Saint Nicolas-Kantate von Benjamin Britten wird so selten aufgeführt. ... Komponiert hat er das Stück ausdrücklich für ein Schulorchester, doch führte die pädagogische Intention hier mitnichten zu Abstrichen bei der musikalischen Qualität. Im Gegenteil. Und man durfte darüber staunen, zu welchen Höhen Neuhoff seine Musiker zu führen wusste ... Hier erfüllte das pädagogische Werk in nachgerade vollkommener Weise seinen Zweck und ließ alle Beteiligten über sich hinauswachsen ... Die Einbindung so vieler verschiedener Ensembles mit explizit pädagogischem Hintergrund, darunter auch weitere Schüler der Godesberger Gesamtschule, die Episoden aus dem Leben des Nicolaus in stilisierten Spielszenen illustrierten, ohne auch nur einmal den pädagogischen Zeigefinger über Gebühr zu strapazieren, war allein schon eine Kunst. Geradezu begeisternd war es jedoch zu erleben und zu hören, mit wie viel Leidenschaft und Begeisterung sich das Engagement aller Beteiligten zu einer überragenden Gesamtleistung verband. Ein genialer Coup war auch die Tatsache, dass die Zwischentexte nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, also in der Muttersprache des hl. Nikolaus, gelesen wurden. Somit bekam das Projekt auch eine völkerverbindende Dimension und besaß das Potenzial, nicht nur Augen und Ohren, sondern auch die Herzen zu öffnen.« (Bonner General-Anzeiger, 7. Dezember 2014)