Der Chor des Bach-Vereins Köln

Als einer der „Spitzenchöre der Domstadt“ (so die Kölner Gesellschaft für Alte Musik) begeistert der Bach-Verein Köln seit mehr als neun Jahrzehnten das Konzertpublikum weit über die Region hinaus.

Leidenschaft, Gestaltungsfreude, stimmliche Präzision und Flexibilität sowie Klangsinnlichkeit sind die zentralen Markenzeichen des Gesangsensembles, das u.a. auf Einladungen zum Kölner Festival ACHT BRÜCKEN, zum Romanischen Sommer, zum Kölner Fest für Alte Musik, zum Beethovenfest Bonn, zum ostwestfälischen Literatur- und Musikfestival „Wege durch das Land“ und zum renommierten Bachfest Leipzig zurückblicken darf. Der Chor trat in der Berliner und Breslauer Philharmonie, in der Universitätskirche St. Pauli Leipzig sowie wiederholt in der Thomaskirche Leipzig auf und hat mit Orchestern wie dem Bundesjugendorchester, Concerto con Anima, Concerto Köln, dem Leipziger Barockorchester, dem Kölner Kammerorchester, dem Gürzenich-Orchester und „Les Siècles“ u.a. unter Helmuth Rilling, Markus Stenz, Hartmut Haenchen und François-Xavier Roth musiziert. Seit 2022 konzertiert der rund 65-köpfige Chor zudem regelmäßig mit dem von Christoph Siebert ins Leben gerufenen Orchester „concerto classico frankfurt“.

„Dem Bach-Verein Köln gelang … eine fabelhafte, Maßstäbe setzende Interpretation.“

Kölnische Rundschau
zu Bachs Messe in h-Moll, 2014

„Im dichten Satz … agierten die Sänger mit derselben luziden Präzision wie in den schlicht-psalmodierenden Stellen, die durch den energischen rhythmischen Biss unwiderstehlich wurden. Schier berückend auch, wie der Klang am Ende in ein substanzreiches Verlöschen geführt wurde.“

Kölner Stadt-Anzeiger
zu Brittens „War Requiem“, 2018

„Wichtiger als ein strömender, die Phrasen mit weitem Atem füllenden Klang war dem Dirigenten eine scharfe Artikulation, eine musikalische Charakterisierung über das klar geformte Wort. Die gut 60 Sängerinnen und Sänger lösten das mustergültig ein; auch bezüglich Homogenität und Höhensicherheit, Intonation und Präzision glückte ihnen eine Leistung, die über gut geschulten Laiengesang deutlich hinauswuchs.“

Kölner Stadt-Anzeiger
zu „Selig sind die Toten“, 2022

Der Bach-Verein Köln, gegründet am 21. Mai 1931 mit der Vision, „die unermesslichen geistigen und religiösen Werte, die Bach uns in diesen Werken hinterlassen hat“, weiterzutragen, darf auf eine Reihe prominenter Chorleiter zurückblicken, darunter Hermann Schroeder, Kurt Thomas, Wolfgang Gönnenwein und Rolf Reinhardt. Die bislang prägendste Ära verantwortete Thomas Neuhoff von 2002 bis 2020, unter dessen Künstlerischer Leitung u.a. mit Ur- und Erstaufführungen, Schülerprojekten und innovativen Begleitveranstaltungen ganz neue stimmliche wie programmatische Dimensionen eröffnet wurden.

Seit Juli 2020 steht Christoph Siebert am Pult des Bach-Vereins Köln und feierte zusammen mit seinem Chor im Mai 2023 mit einer glänzenden Aufführung von Bachs h-Moll-Messe in der Kölner Philharmonie nachträglich den 90. Geburtstag des Bach-Vereins Köln. Überhaupt zeugt das bislang unter seiner Leitung zur Aufführung gekommene Repertoire, darunter Motetten von Schütz und Duruflé, Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ sowie Werke von Parsons, Palestrina, Byrd, Parsons und Reger von jener stilistischen Bandbreite, die auch die Programmzettel der nächsten Spielzeiten bestimmen wird: Werke des Namenpatrons Bach als künstlerische DNA und unermüdliches Herzensanliegen des Chors, dazu Musik alter und neuer Meister, große oratorische bzw. chorsinfonische Werke sowie – verstärkt – (mehrchörige) A-cappella-Literatur aller Epochen.

Künstlerische Leitung

Christoph Siebert (seit 2020)

Christoph Siebert gehört innerhalb der Originalklangszene zu den Vertretern der neueren Dirigentengeneration. Nach Studien der Kirchenmusik und Chorleitung in Frankfurt / Main erhielt er von John Eliot Gardiner in London wertvolle Impulse für seine künstlerische Entwicklung.

Neben seiner regelmäßigen Tätigkeit als Dirigent verschiedener Chöre aus dem Rhein-Main-Gebiet arbeitet der gebürtige Kölner seit 2003 mit dem international renommierten Profi-Ensemble Collegium Vocale Gent, dessen offizieller Chorleiter er ist. Siebert gastierte u.a. bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Freiburger Barockorchester und La Chapelle Royale sowie beim Rundfunkchor Berlin, dem Berliner Vocalconsort und der Camerata Daejeon in Südkorea. Er realisierte musikalische Produktionen zusammen mit Philippe Herreweghe, dessen Assistent er ist, außerdem mit John Eliot Gardiner, John Nelson, Paavo Järvi, Sylvain Cambreling, Marcus Creed, Iván Fischer, Attilio Cremonesi, Louis Langrée, Sir Neville Marriner, Frans Brüggen, Yannick Nézet-Séguin und Andrés Orozco-Estrada.
Im Jahr 2004 war Christoph Siebert erstmals bei den „Académies musicales de Saintes“ zu Gast. 2006 und 2007 leitete er mit großem Erfolg den „Projectkoor“ im Rahmen von Philippe Herreweghes Bach-Academy in Antwerpen und Brüssel. 2007 oblag ihm zudem die musikalische Leitung des viel beachteten Theaterprojekts „Ruhe“ beim Brüsseler Kunstenfestivaldesarts. 2015 dirigierte er während der Ruhrtriennale Collegium Vocale Gent die Aufführung von „Accattone“, einer Musiktheater-Adapation des gleichnamigen Pasolini-Films mit Musik von Johann Sebastian Bach. 2017 konzertierte er erstmals in Südkorea, wo er mit der Camerata Vocale Daejeon ein Schubert-Programm zu Gehör brachte.

„Christoph Siebert hatte – den äußeren Umständen geschuldet – bislang noch wenig Gelegenheit, seine Handschrift als neuer Chorleiter des Bach-Vereins zu zeigen. Mit seiner Souveränität im Zusammenführen der Kräfte, der hohen Sorgfalt im Detail, dem subtilen Ausspielen von Nahtstellen und Übergängen ist ihm das hier umso eindrucksvoller gelungen.“

Kölner Stadt-Anzeiger
zu „Selig sind die Toten“, 2022

„Der Chor … besitzt mit Christoph Siebert erneut einen künstlerischen Leiter, der ideenreich und mit Energie eine klare Interpretationslinie einfordert.“

Kölnische Rundschau
zu Bachs h-Moll-Messe, 2023

2003 gründete Christoph Siebert das auf historischen Instrumenten musizierende Orchester „concerto classico frankfurt“, dessen Arbeit sich neben der barocken Konzert- und Oratorienliteratur auf das klassisch-symphonische Repertoire fokussiert. Darüber hinaus geht er seit 1994 einem Lehrauftrag für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt / Main nach. 2012 arbeitete er als Coach beim hessischen Grundschulprojekt „Primacanta – Jedem Kind seine Stimme“ mit. 2013 war er Gastprofessor für Chorleitung an der Musikhochschule Mannheim. 2018 leitete er eine Meisterklasse für Chorleitung beim 1. Internationalen Chorfestival im brasilianischen Petrópolis. Im Jahr darauf wirkte er als Coach beim renommierten Britten-Pears Young Artist Program im britischen Aldeburgh. 2023 gastierte er mit einem Programm frühbarocker deutscher Vokalmusik beim „Cor de Cambra del Palau de la Música“ in Barcelona. Diese Zusammenarbeit wird 2024 ihre Fortsetzung finden.

Seit Juli 2020 ist Christoph Siebert Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln. Im Mai 2023 ernteten er und sein Chor für das Jubiläumskonzert mit Bachs h-Moll-Messe in der Kölner Philharmonie begeisterte Kritik: „Für die Gemeinde der Kölner Bachfans durfte auch nach dieser Aufführung eines sehr klar erkennbar sein: Der Chor ist unwahrscheinlich gut aus der Pandemie zurückgekehrt ... Er besitzt mit Christoph Siebert erneut einen künstlerischen Leiter, der ideenreich und mit Energie eine klare Interpretationslinie einfordert … ein Fest für Bach.“

  • geb. 1965 in Köln
  • Dirigent und Dozent
  • Seit Juli 2020 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
  • Offizieller Chorleiter von „Collegium Vocale Gent“

Ehemalige künstlerische Leiter

  • Thomas Neuhoff (2002 bis 2020)

    Thomas Neuhoff (2002 bis 2020)

    Stilistische Vielfalt, Neugier auf Unbekanntes und die Vermittlung von Musik nicht nur an Kenner:innen, sondern auch an neue, speziell junge Hörerschaften – dies gehörte zu den unverkennbaren Markenzeichen des Chorleiters Thomas Neuhoff.

    Sein Repertoire reichte von Monteverdis „Marienvesper” bis hin zu Xenakis’ „Nuits”, vom Solo-Madrigal der Renaissance bis zum gewaltigen romantischen Klangkosmos eines Gustav Mahler. Die Werke J.S. Bachs und ihre historische Aufführungspraxis indes bildeten für den studierten Kirchenmusiker und Gardiner-Schüler den roten Faden seines musikalischen Lebenswegs.
    Thomas Neuhoff stammt aus einer Familie, in der die Kirchenmusik von jeher eine große Rolle spielte. Der Enkel des Kirchenmusikdirektors Kurt Freitag, 2005 selbst zum KMD ernannt, hatte bereits als 14-Jähriger eine Organistenstelle inne. Sein pianistisches Können stellte er wiederholt in der von ihm konzipierten Kammermusikreihe im Beethoven-Haus Bonn unter Beweis.
    Für Thomas Neuhoff war es von jeher eine Herzensangelegenheit, Jugendliche mit Musik vertraut zu machen. Kontinuierlich führte er Projekte zur musikalischen Nachwuchsförderung durch, oftmals mit zeitgeschichtlichem und gesellschaftspolitischem Hintergrund. Nach den Aufführungen von Benjamin Brittens „Saint Nicolas” und „Mitsingen bei Saul” führte er beispielsweise 2016 im Zusammenhang mit der Aufführung von Leonard Bernsteins „Mass” ein groß angelegtes Jugendprojekt durch ebenso wie 2017 im Vorfeld der Kölner Erstaufführung von Edward Elgars Oratorium „The Kingdom”.

    In der rheinischen Chorszene hat sich Neuhoff, der von 1983 bis 2016 auch den Posten des Chordirektors beim Philharmonischen Chor Bonn bekleidete, durch zahlreiche Erstaufführungen profiliert: Neben Uraufführungen wie der „Bonner Messe” von Christophe Looten leitete der Dirigierschüler des einstigen Bonner GMD Volker Wangenheim regionale Erstaufführungen von Chorsinfonik des angelsächsischen Repertoires:

    „Chorisch [war] alles da – leidenschaftlich in der Stimmung, klar in der Struktur, perfekt in der Technik, betörend im Klang. Thomas Neuhoff, der Dirigent, kann für seine Erziehungsarbeit und gestalterische Fantasie nicht genug gelobt werden.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    2011

    „Als nachgerade mustergültig darf Thomas Neuhoffs Auseinandersetzung mit Johann Sebastian Bachs ‚Matthäus-Passion‘ angesehen werden … Mustergültig, weil es Neuhoff hier überzeugend gelungen ist, das mit Doppelchor und -orchester groß dimensionierte, oratorisch liturgische Werk klangästhetisch auf eine gleichsam imaginäre Bühne zu ‚projizieren‘, um die dramatischen, die Affekte betonenden Potenziale eindringlich zur Wirkung zu bringen, wobei der dramaturgische Spannungsbogen über annähernd drei Stunden hinweg nirgends abreißt.“

    Bonner General-Anzeiger
    2010

    „Ein fülliger und zugleich differenzierter Chorklang, mit sattem Griff auch der Sopran-Spitzentöne, Transparenz in den polyphonen Partien, gute Intonation und Textverständlichkeit – der Chorerzieher Neuhoff fuhr reiche Ernte ein.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    24.05.2004

    Neben Werken von Benjamin Britten und Michael Tippett dirigierte er die „Messe des Lebens” von Frederick Delius und – u.a. mit dem Beethoven Orchester Bonn – einen Zyklus der Oratorien Edward Elgars. In der Kölner Philharmonie leitete er u.a. das Apokalypse-Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln” von Franz Schmidt und – am Pult des Gürzenich-Orchesters Köln – „In Terra Pax” von Frank Martin, „A Child of our Time” von Michael Tippett sowie, als Kölner Erstaufführung, „Belshazzar’s Feast” von William Walton. Die Zusammenarbeit mit dem Gürzenich-Orchester wurde in der Saison 2015/16 mit Leonard Bernsteins „Mass” fortgesetzt, dem Abschlusskonzert des Festivals „ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln” 2016. Im Oktober desselben Jahres begab sich Thomas Neuhoff mit seinem Chor nach 2013 zum zweiten Mal in der Geschichte des Bach-Vereins Köln in die Thomaskirche Leipzig, wo er an einem Wochenende gleich dreifach mit unterschiedlichen Programmen gastierte.
    2017 brachte er mit dem Chor des Bach-Vereins die Kölner Erstaufführung von Edward Elgars Oratorium „The Kingdom” in der Kölner Philharmonie zu Gehör und wurde anschließend für seine Verdienste um die Musik von Edward Elgar von der englischen Elgar Society mit einem „Certificate of Merit” geehrt.
    Nach Aufführungen von Brittens „War Requiem“ in Frankfurt, Kassel, Oxford und Bonn dirigierte Neuhoff dieses Werk im April 2018 im Rahmen des vom Bach-Verein Köln und dem Bundesjugendorchester durchgeführten internationalen Musikprojekts „War Requiem: Ewig ruhe der Krieg!” gleich dreimal: in der Kölner und Berliner Philharmonie sowie im Nationalen Musikforum Wrocław (Breslau).

    Im Frühjahr 2020 Thomas Neuhoff beendete nach 18 Jahren seine Zeit als Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln, um sich intensiver seinen Leidenschaften Liedbegleitung und Kammermusik mit Klavier widmen zu können. Außerdem wendet er sich neuen Aufgaben zu: So stand er z.B. bereits im Februar 2020 als Gastdirigent am Pult der Anhaltischen Philharmonie und eröffnete u.a. gemeinsam mit dem Startenor Rolando Villazón und dem Chansonnier Vladimir Korneev das Kurt Weill Fest Dessau 2020.

    • geb. 1957 in Bonn
    • Dirigent und Kirchenmusiker
    • Von 2002 bis 2020 Künstlerischer Leiter der Bach-Vereins Köln
    • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Philharmonischer Chor Bonn (bis 2016), Auerberger Kantorei Bonn
    • Meilensteine: Johann Sebastian Bach „Messe in h-Moll”, Leonard Bernstein „Mass”, Benjamin Britten „War Requiem”, Edward Elgar „The Kingdom”, Georg Friedrich Händel „Israel in Egypt”, Claudio Monteverdi „Marienvesper”, Franz Schmidt „Das Buch mit sieben Siegeln”, Michael Tippett „A Child of Our Time” / Frank Martin „In Terra Pax”, William Walton: „Belshazzar’s Feast”, „Bach+Xenakis”
  • Winfried Toll (1994 bis 2002)

    Winfried Toll (1994 bis 2002)

    Winfried Toll wurde im westfälischen Dorsten geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Münster und Freiburg. Nach dem Examen 1978 schloss sich ein Studium in den Fächern Komposition und Musiktheorie bei Klaus Huber und Brion Ferneyhough sowie der Schulmusik mit den Schwerpunkten Gesang und Dirigieren an der Freiburger Musikhochschule an. Meisterkurse besuchte Winfried Toll bei Elisabeth Schwarzkopf, Aldo Baldin und Helmuth Rilling.

    Eine rege Konzerttätigkeit als Solist im In- und Ausland, insbesondere im Bereich der Neuen Musik, mehrere Preise bei Kompositionswettbewerben und Auftragskompositionen namhafter Ensembles, u.a. des Kammerchores Stuttgart unter Frieder Bernius anläßlich der Welt-Chormusiktage in Louisville, USA, sowie des Süddeutschen Rundfunks, machten Winfried Toll bekannt. Seit 1988 leitet Winfried Toll die Camerata Vocale Freiburg, mit der er 1990 erster Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs wurde. 1992 gewann er den renommierten Europäischen Chor- Wettbewerb in Cork/Irland. Mehrere Einladungen zu Gastdirigaten in Rahmen verschiedener Festivals (Turin, Gibbelina / Sizilien, Biennale Venedig, Tokyo) und von deutschen Rundfunkchören sowie CD- Einspielungen runden die künstlerische Tätigkeit von Winfried Toll ab. 1994 übernahm er die künstlerische Leitung des Bach-Vereins Köln, die er bis April 2002 inne hatte. Winfried Toll ist seit 1995 alljährlich als Gastprofessor in Tokio an der Musashino Universität tätig und wurde 1997 zum Professor für Chorleitung an der Musikhochschule in Frankfurt am Main ernannt. Seit November 1997 leitet er in der Nachfolge von Helmuth Rilling und Wolfgang Schäfer die Frankfurter Kantorei. Außerdem ist Toll seit 2007 Künstlerischer Leiter des Daejon Philharmonic Choir in Südkorea.

    „Profitierten schon die Solisten von Winfried Tolls hellwacher Einfühlung, so galt dies in besonderem Maße für den Chor, der sich unter den Flügeln seines Leiters aufgehoben fühlte wie in Abrahams Schoß. Von Anfang bis Ende ein gemeinsames Atmen, blitzsaubere Intonation und federleichte Bewegung gelockerter Stimmen … Jubel ist eben keine Frage der Lautstärke, sondern des Herzens.“

    Kölnische Rundschau
    2000

    „Der Komponist verstand sein Handwerk. Das gilt auch für Winfried Toll, der seinem Chor die Betonungen aus den Mündern zieht, die Einsätze mit der flachen Hand den Stimmen anreicht oder sie heraushebt.“

    Kölnische Rundschau
    1995

    „Tolls dirigentische Handschrift entspricht seiner Auffassung vom Singen: flüssig, leicht und locker.“

    Kölnische Rundschau
    1995

    Bereits während der Studienzeit entstanden erfolgreiche Kompositionen: Das Orgelwerk „Wegkreuze” wurde 1980 mit dem Kompositionspreis „Altenburger Dom” ausgezeichnet, 1981 folgte ein Kompositionspreis in Stuttgart für das Werk „Psalm 13” für Soli, Chor und Orchester. 1985 wurde Winfried Toll für das Werk „Wenn ich dein je vergesse” für 16 Solostimmen und gemischten Chor bei der Internationalen Bachakademie in Stuttgart ausgezeichnet. Die Uraufführung erfolgte unter Mitwirkung der Frankfurter Kantorei. 1989 entstand „Tu es pulchra” als Auftragswerk für das Internationale Chorsymposium in Louisville Kentucky (USA) für vier Hörner und Doppelchor. Vom Festival „Stimmen" in Lörrach im Juli 2000 wurde Winfried Toll der Auftrag zur Komposition eines Werkes für das Raschèr-Saxophon-Quartett und Kammerchor erteilt, das im Juli 2001 uraufgeführt wurde.

    • geb. 1955 in Dorsten in Westfalen
    • Dirigent, Dozent (Professur an der MHS Frankfurt a.M.), Sänger (Tenor) und Komponist
    • Von 1994 bis 2002 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Frankfurter Kantorei, Camerata Vocale Freiburg, Daejon Philharmonic Choir Südkorea
    • Meilensteine: Bachs „Matthäuspassion”, Händels „Messias”, Mendelssohns „Elias”
  • Christian Collum (1983 bis 1994)

    Christian Collum (1983 bis 1994)

    Christian Collum, Schüler der Dresdner Kreuzschule und Chorsänger des Chorsänger des Dresdner Collum-Chores unter Leitung seines Vater Herbert Collum, absolvierte eine mittlere Ausbildung als Kantor und Organist an der Dresdner Landeskirchenmusikschule. Ein Hochschulstudium war ihm zunächst versagt geblieben, da er die Verpflichtung zum freiwilligen Armeedienst verweigert hatte.

    1965 gelang es dem Sohn einer berühmten Dresdner Musikerfamilie dann schließlich doch, ein Studium an der Leipziger Musikhochschule aufzunehmen, wo er die Fächer Orgel, Klavier, Chorleitung und Orchesterdirigat belegte. 1968 gewann der gebürtige Dresdner den 3. Orgelpreis im Internationalen Bach-Wettbewerb und erhielt zahlreiche Einladungen ins Ausland, die ebenso unter ständiger demütigender Observierung der Stasi standen wie seine Studienreisen an führende westeuropäische Musikakademien. Nach einer zweijährigen Hochschulaspirantur dirigierte Collum zwei Jahre 1973 / 74 das Staatliche Orchester Leipzig und legte sein Kapellmeister-Examen ab. 1975 wurde er Organist und „Lehrer im Hochschuldienst” an der Sektion Theologie der Rostocker Universität. 

    1980 verließ Christian Collum die DDR aus politischen Gründen und übernahm das Kantorat an der Petrikirche in Mülheim / Ruhr, ehe der dreifache Familienvater 1983 zum Künstlerischen Leiter des Bach-Vereins Köln berufen wurde. Mit diesem Chor, den er insgesamt fast elf Jahre lang geleitet hat, gastierte er u.a. bei internationalen Festspielen in Salzburg, Metz, Wroclaw und Warschau. Von 1988 bis 2008 versah Collum das Kantoren- und Organistenamt an der Reformationskirche in Köln-Marienburg. Seit 2009 ist Christian Collum freischaffend tätig.

    „Collum ließ bei aller Prachtentfaltung keine barocke Dampfwalze anrollen, sondern tänzerisch beschwingt musizieren. Dabei zeigte die Hervorhebung von Taktschwerpunkten und Vorhaltsdissonanzen durchaus den Einfluss der sogenannten historischen Aufführungspraxis.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    1988

    „Collum begibt sich mit seiner Deutung nicht auf den Weg des bürgerlichen Pomps, der Klangschau oder Überexpressivität im Schleppgewand des 19. Jahrhunderts. Es gibt keine triumphalen Überschwemmungen, keine hymnischen Springfluten. Sehr einleuchtend und klangüberzeugend ist seine Differenzierung in Solistenchor, kleiner Chor, voller Chor. Die Vielschichtigkeit des Klangs ermöglicht den Durchblick auf eine vielschichtige Deutung.“

    Kölnische Rundschau
    1987

    „Christian Collum ist in jedem Maß ein Ebenbild des Vaters: Herbert Collum, knapp ein Halbjahrhundert lang geehrt und geliebt als Organist der [Dresdener] Kreuzkirche … Wie jetzt der Junior an langem Abend ein großes Ensemble auf Elastizität plus Exaktheit drängte, das lässt uns um seine hiesige Kantorzukunft außer Sorge sein. Vor allem: Christian Collum hat den sechsten Sinn für jeweilige nicht verhetzte und ja nicht geschleppte Tempi, bei welchem der in Johann Sebastian Tonsatz integrierte innere Rhythmus wie von selbst seinen mannigfachen Pulsschlag findet.“

    „Die Welt“
    17.12.1983

    • geb. 1943 in Dresden
    • Dirigent und Organist
    • Von 1983 bis 1994 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Meilensteine: Hubers „Cantiones”, Bachs „Messe in h-Moll”
  • Rolf Reinhardt (1973 bis 1983)

    Rolf Reinhardt (1973 bis 1983)

    Nach seinem Klavier- und Kompositionsstudium bei Frieda Kwast-Hodapp und Wolfgang Fortner versah Rolf Reinhardt Kapellmeisterposten in Heidelberg, Darmstadt und Stuttgart und war darüber hinaus mehrere Jahre als Assistent in Bayreuth tätig. 1958 wurde der gebürtige Heidelberger Generalmusikdirektor der Pfalzoper in Kaiserslautern, ein Jahr später ging er in gleicher Funktion nach Trier und hatte dort auch die Leitung des Städtischen Musikvereins inne.

    1968 erhielt Reinhardt eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik in Frankfurt, wo er die Abteilung Oper und Darstellende Kunst unter sich hatte. Zudem wirkte er als Dirigent des Frankfurter Opernhauses und des Frankfurter Bach-Orchesters. 1973 übernahm Reinhardt, der sich auch als Liedbegleiter und Kammermusiker sowie durch zahlreiche Platteneinspielungen einen Namen gemacht hat, den Bach-Verein Köln, dem er insgesamt neun Jahre als künstlerischer Leiter vorstand.

    • geb. 1943 in Dresden
    • Dirigent und Organist
    • Von 1983 bis 1994 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Meilensteine: Hubers „Cantiones”, Bachs „Messe in h-Moll”

    „Ungetrübt brachte Reinhardt sein Konzept zum Klingen. Mit sicherer Hand aufbauend, wog er sorgfältig ab zwischen dramatischer Triebkraft und jenem schmerzlichen Ton, der sich in den Chorälen als verklärtes Leid spiegelte. Reinhardt dirigierte mit der unprätentiösen Gebärde eines Kantors, der mit dem Chor auf du und du steht, sich dem Orchester indes nur bei den Arien voll widmet.“

    Kölnische Rundschau
    1979

    „Man fragt sich, warum Reinhardt, der den Chor im Übrigen vorzüglich führt, so konsequent Askese übt. Auch Vergeistigung bedarf sinnlicher Ausdrucksformen. Zusammenklang und Intonation des Chores sind von so exzellenter Qualität, dass man guten Gewissens etwas mehr Farbe riskieren könnte.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    28.12.1978

    „Dass Rolf Reinhardt sein Konzept gegenüber früheren Bach-Wiedergaben ein wenig korrigiert hatte, bekam der Passion recht gut: Die Straffung der Turba-Chöre und flexibel ausgeleuchtete Klangproportionen im Chor sowie der zügige, den Ausdrucksgehalt jeweils behutsam andeutende Vortrag der Choräle gaben mit dem mustergültig disponierten Chor der ‚Dramaturgie‘ des Passionsgeschehens einen stabilen Rahmen.“

    Kölnische Rundschau
    30.03.1979

  • Wolfgang Gönnenwein (1969 bis 1973)

    Wolfgang Gönnenwein (1969 bis 1973)

    Nach seinem Musik- und Germanistikstudium an den Universitäten von Heidelberg und Tübingen war Wolfgang Gönnenwein zunächst als Musiklehrer tätig. 1959 wurde er Dirigent des Süddeutschen Madrigalchores, acht Jahre später erhielt er eine Professur für Chorleitung an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, der er von 1973-82 auch als Rektor vorstand. Von 1969 bis 1973 dirigierte Gönnenwein den Bach-Verein Köln und übernahm zudem 1972 die künstlerische Leitung der Ludwigsburger Schloßfestspiele, die er bis 2004 inne hatte.

    Daneben trat er u.a. als Gastdirigent in Nord- und Südamerika, Japan und China auf. Im Jahre 1985 wurde dem gebürtigen Schwäbisch Haller die Generalintendanz des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart übertragen. Diesen Posten legte er 1992 nieder. Vier Jahre später, im Februar 1996 wurde Gönnenwein zum künstlerischen Leiter der in Baden-Baden beheimateten Pfingstfestspiele ernannt. 1998 legte Gönnenwein dieses Amt wieder nieder. 2005 beendete Gönnenwein auch seine Tätigkeit bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Lange Jahre war Gönnenwein Vorsitzender des Deutschen Musikwettbewerbs, der jährlich vom Deutschen Musikrat veranstaltet wird. 2005 bis 2010 war Wolfgang Gönnenwein Präsident des Landesmusikrats Baden-Württemberg.

    „Die Leitung hatte Wolfgang Gönnenwein, dessen mobile, dabei klare Gestik zum einen ein Höchstmaß an präzisem Zusammengehen von Chor und Instrumentarium … bewirkte, zum anderen das musikalische Geschehen in lebendiger Frische ablaufen ließ. Besonders schön schienen die Lyrismen einiger Choralsätze gelungen, hier legte der Dirigent den Taktstock, der sich im Übrigen sehr gut bewährt, aus der Hand, und formte nunmehr den Chorgesang mit, wie wir meinen, suggestiver Ausstrahlungskraft, sicher mit einem bemerkenswerten Gespür für feine Abstufungen. Auch die exaltiert prachtvollen großen Chorsätze klangen nie unkontrolliert, faszinierend eben durch die gesteuerte Entfaltung der Dynamik.“

    NRZ
    16.12.1970

    „Hier lag auch die Stärke der ausgefeilten Aufführung durch die Sänger des Bach-Vereins unter ihrem Dirigenten Wolfgang Gönnenwein. Mit einer sicheren Vorstellung vom barocken Maß formte Gönnenwein die drei Teile des gewaltigen Werkbaues, gab ihm musikalischen Glanz, ohne die Transparenz des Bildes zu verdecken und die Übersicht zu verlieren. An Fülle und Nuancierung des Klanges, an Disziplin und Genauigkeit der Deklamation ließ der Chor keinen Wunsch offen.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    28.11.1970

    „In der kurzen Zeit, in der Wolfgang Gönnenwein den Chor leitet, hat er es fertiggebracht, sich ein ungewöhnlich agiles, sensibles Instrument von großer Strahlkraft zu schaffen. Dies erzielt er nicht durch stimmliches Volumen oder durch expansive Dynamik, sondern durch lockere, von aller Starre befreite Chorführung. Die stimmliche Gelöstheit macht sich nicht allein in den großen Chorpartien bemerkbar, deren innere Geschlossenheit und klangliche Balance bewundernswert waren, sondern auch in den Chorälen, die ein Maximum an Organik der Bewegung und Stiltreue boten. Kurz: der Chor erlebte eine Sternstunde, wie sie ihm bisher nur selten beschieden war.“

    Kölnische Rundschau
    12.12.1969

    • geb. 29. Januar 1933 in Schwäbisch Hall
    • gest. 26. Juli 2015
    • Dirigent, Dozent, Festspielleiter
    • Von 1969 bis 1973 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Süddeutscher Madrigalchor
    • Meilensteine: Mozarts „Messe in c-Moll”, Händels „Judas Maccabaeus”
  • Kurt Thomas (1961 bis 1968)

    Kurt Thomas (1961 bis 1968)

    Nach einem Musikstudium am Leipziger Konservatorium und in Darmstadt bei A.L. Mendelssohn (Komposition) übte Kurt Thomas vorwiegend Lehrtätigkeiten an erschiedenen Musikinstitutionen aus. So war er in den Jahren 1925 bis 1934 Dozent für Musiktheorie an seiner eigenen Ausbildungsstätte in Leipzig und von 1934 bis 1939 Professor in Berlin. 1939 übernahm er die Leitung des Musischen Gymnasiums in Frankfurt am Main, die er sechs Jahre lang inne hatte.

    1947 wechselte er nach Detmold und bekleidete dort eine Professorenstelle an der Musikakademie. Ab 1965 war er an der Lübecker Musikakademie als Dozent für Chorleitung tätig. Kurt Thomas war daneben selbst ein vielbeschäftigter Chordirigent von hohem Ansehen. Nach Ausübung des Kantorenamtes an der Dreikönigskirche in Frankfurt (1945-1956) avancierte er zum Thomaskantor in Leipzig; diesen Posten hatte er von 1956 bis 1960 inne. In den darauf folgenden sieben Jahren leitete er die Chorkonzerte des Bach-Vereins Köln.

Kurt Thomas war auch als Komponist tätig und spezialisierte sich hier vor allem auf das Gebiet geistlicher und weltlicher Chorwerke. Er verfasste auch ein dreibändiges „Lehrbuch der Chorleitung”.

    „Der Aufführungsstil, von Kurt Thomas schon in seiner Leipziger Zeit festgelegt, prägt sich nun von Jahr zu Jahr klarer aus. Bewundernswert ist, dass es Thomas immer wieder gelingt, auch im weltlichen Raum die sakrale Bindung des Werkes so deutlich zu machen, dass sich der Hörer einbezogen fühlt und von selbst auf jeden Zwischenbeifall verzichtet. Keine Störung – selbst ein Ohnmachtsanfall auf dem Podium nicht – vermag die Weihe zu durchbrechen. Die oft herausgestellten Qualitäten des Chores brauchen nicht von neuem ausdrücklich gewürdigt zu werden. Wieder taten sie ihre Wirkung; der typische Bachklang mit den schlanken Sopranen, die relativ wenigen, aber ungemein plastischen Männerstimmen, die linear selbstständigen Altstimmen.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    16./17.12.1967

    „Man muss immer wieder staunen, mit welch geringem Gestus Kurt Thomas auskommt. Seine Dirigierbewegungen waren wie schon oft auf weite Strecken hin fast unmerklich, von Spannen und Lösen oder Akzenten war kaum etwas zu sehen, desto mehr aber zu hören. Kraftvoll baute der Chor des Bach-Vereins die Höhepunkte auf, ebenmäßig im Anstieg wie im Beruhigen. Den ausgeglichenen Chorklang durchpulste sanft die Andeutung des barocken, vitalen Rhythmus.“

    Kölnische Rundschau
    26.05.1966

    „Kurt Thomas … musiziert aus dem Geiste Bachs. Gleich weit entfernt von dem oft praktizierten wehleidigen Gefühl salbadernder Bibelvorleser wie von der Trockenheit stilkundiger Musikphilister, konzentriert Thomas sich auf den christlichen Erlösungsgedanken, auf jene stille Zuversicht, die auch in den Passionen tief verankert ist. Künstlerisches Mittel hierzu sind ihm die vollkommene Klarstellung aller Phrasierung sowie höchste rhythmische und klangliche Prägnanz. Fast unvergleichlich, wie Thomas den Chorälen ihre stolze, große wahrhaft monumentale Einfachheit gibt.“

    Kölnische Rundschau
    1962

    • geb. 25. Mai 1904 in Tönning / Schleswig-Holstein
    • gest. 31. März 1973 in Bad Oeynhausen
    • Dirigent, Dozent und Komponist
    • Von 1961 bis 1968 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Thomanerchor Leipzig, Frankfurter Kantorei
    • Meilensteine: Bachs „Messe in h-Moll”, Mozarts „Messe in c-Moll”
  • Hermann Schroeder (1947 bis 1961)

    Hermann Schroeder (1947 bis 1961)

    Hermann Schroeder studierte 1926 bis 1930 an der Musikhochschule Köln bei Heinrich Lemacher und Walter Braunfels (Komposition), Hans Bachem (Orgel), Hermann Abendroth (Dirigieren), Dominicus Johner (Gregorianischer Choral) und Edmund Josef Müller (Schulmusik). Er war zunächst Musiklehrer an einem Gymnasium und an der Rheinischen Musikschule in Köln (1930 bis 1938), dann Domorganist in Trier (1938 / 39) und Leiter der dortigen Musikschule (1939 bis 1942). 1946 bis 1982 lehrte er als Professor für Musiktheorie, Komposition und Dirigieren an der Kölner Musikhochschule und gründete dort den „Madrigalchor der Staatlichen Hochschule für Musik”. An der Universität Bonn wirkte er 1946 bis 1972 als Lektor für Musiktheorie. Zusammen mit seinem Lehrer Heinrich Lemacher schrieb er mehrere musiktheoretische Lehrbücher (Harmonielehre, Lehrbuch des Kontrapunktes, Formenlehre der Musik).

    Mit über 100 Orgelwerken und zahlreichen Messen und Motetten zählt Schroeder zu den wichtigen deutschen Kirchenkomponisten des 20. Jahrhunderts. Er komponierte aber auch weltliche Chormusik, Klavier- und Kammermusik sowie zahlreiche Orchesterwerke. Für sein kompositorisches Schaffen wurde Schroeder mit dem Robert Schumann-Preis (1952), dem Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz (1956) und der Ehrendoktorwürde der Universität Bonn (1974) ausgezeichnet. Neben dem Unterrichten und Komponieren bildete die praktische musikalische Betätigung die dritte Säule seines Wirkens, wobei vor allem das Dirigieren von erstklassigen Chören und Orchestern hervorzuheben ist. Unter anderem arbeitete er mit den Sinfonieorchestern des WDR und des SWR.

    „Die Festaufführung von Bachs Hoher Messe in h-Moll, seinem gewaltigsten Werk, durch den Verein unter der Leitung von Prof. Hermann Schroeder war vorbildlich. Anfängliche Schwankungen fing Schroeder im Christe eleison schnell auf und zeichnete dann in intensiver Gestaltung das Werk nach. Das Golgatha der Erlösung, von Bach in jedem Werk aufs Neue durchlitten, formt die Messe. Es war die besondere Leistung Schroeders, die Unendlichkeit des Bachschen Gottesglaubens hörbar gemacht zu haben.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    17.11.1956

    „In nahezu selbstverständlicher Erfüllung der künstlerischen Ansprüche, ausgewogen und geschlossen bis ins Kleinste, war die Wiedergabe gültig wie kaum je zuvor. Unter Schroeders intensiv bestimmender Führung leistete der Chor des Bach-Vereins Bewunderungswürdiges an deklamatorischer Präzision und Klarheit der polyphonen Zeichnung, in der das locker fließende Linienspiel wieder ein Beispiel besonderer Chorkultur unter vielen war.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    14.12.1954

    „Die Aufführung unter dem ungemein produktiven Chorleiter Hermann Schroeder stand wieder vorbildlich im Dienst des Werkes, hinter dem der Dirigent ganz zurücktrat. Er ließ nur die Musik sprechen, wie sie gewachsen ist, ohne subjektive Auslegung und Deutung – und das erweist sich bei Bach das immer wieder als die Beste, ja die einzig richtige Auffassung. Der Chor des Kölner Bachvereins sang mit hervorragendem Können, beherrscht im polyphonen Ausdruck und mit weicher Schattierung und Klangdichte in den Chorälen, stimmschön und unermüdlich durchhaltend auch in dem anspruchsvollen zweiten Werk des Abends.“

    Kölnische Rundschau
    12.12.1953

    Neben dem Unterrichten und Komponieren bildete die praktische musikalische Betätigung die dritte Säule seines Wirkens, wobei vor allem das Dirigieren von erstklassigen Chören und Orchestern hervorzuheben ist. Unter anderem arbeitete er mit den Sinfonieorchestern des WDR und des SWR. Mit dem Bach-Verein Köln, den er von 1947 bis 1961 leitete, führte Schroeder praktisch alle großen Werke der Chorliteratur auf: die Passionen, die Messen in h-Moll und G-Dur sowie zahlreiche Kantaten und das Magnificat von J.S. Bach, Mozarts Requiem und Messen, „Schöpfung” und „Jahreszeiten” von Haydn, Beethovens „Missa solemnis”, die Messen Anton Bruckners, Brahms’ „Deutsches Requiem”, aber auch Motetten und Madrigale von der Renaissance bis zu Distler und Hindemith. Auch für die Pflege der zeitgenössischen Musik setzte er sich ein und dirigierte 1949 die Kölner Erstaufführung der Messe Strawinskys. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Bach-Vereins wurden 1955 / 56 Kompositionsaufträge an vier Kölner Komponisten erteilt und unter seiner Leitung vom Orchester des Bach-Vereins uraufgeführt (Rudolf Petzold, Kammersinfonie op. 35; Kaspar Roeseling, Konzert für Streicher; Paul Breuer, Musik nach alten Formen; Schroeder, Oboenkonzert op. 34). Vor allem Schroeders Bach-Interpretation setzte Maßstäbe, und unter seiner Leitung erklang im Bachjahr 1950 die Johannes-Passion erstmals (!) im überfüllten Kölner Dom. In der Presse wurde der „klar gestaltende, von subjektiver Willkür freie Dirigent” gerühmt, dessen „Bach-Interpretation klar und eindringlich, stilistisch immer verlässlich und bei aller sachkundigen ›Objektivität‹ durchaus dem bachschen Ausdruck, dem innerlich belebten Affetuoso zugewandt” sei.

    (Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Dr. Rainer Mohrs zur Verfügung gestellt.)

    • geb. 26. März 1904 in Bernkastel an der Mosel
    • gest. 7. Oktober 1984 in Bad Orb
    • Dirigent und Komponist
    • Von 1947 bis 1961 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Meilensteine: Händels „Der Messias”, Bachs „Matthäuspassion” und „Johannespassion”, Igor Strawinskys „Messe”
  • Hans Hulverscheidt (1941 bis 1946)

    Hans Hulverscheidt (1941 bis 1946)

    Hans Hulverscheidt war in den 1920er Jahren Chormitglied des Aachener Bachvereins und betätigte sich dort zuweilen auch als Hilfschorleiter. Während seines dreijährigen Studiums der Kirchenmusik an der Musikhochschule zu Köln bekleidete er das Organistenamt in Eupen, wo er einen von ihm selbst initiierten Chor leitete. Vor wie auch nach dem Zweiten Weltkrieg betätigte sich Hulverscheidt – neben Verpflichtungen an verschiedenen evangelischen Kirchengemeinden Kölns – als Orgelsachverständiger der Evangelischen Kirche im Rheinland und war Mitglied des sogenannten „Orgelbeirats”.

    In den Jahren 1941 bis 1946 oblag ihm die Leitung des Bach-Vereins Köln, ein Jahr später erhielt er in der Domstadt eine Dozentur für Chorerziehung, Chorliteratur und Orgelbau. 1956 rief er den Aachener Bachverein neu ins Leben, der seit dem Kriegsende nicht mehr bestanden hatte, und leitete ihn bis 1973 / 74. Daneben hatte Hulverscheidt in den Sechziger Jahren das Amt des Kirchendirektors an der evangelischen Annakirche in Aachen inne, folgte aber weiterhin – ab 1973 als Professor – seinem Lehrauftrag für Chorliteratur, Gehörbildung, Orgelbau und Orgelbaugeschichte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. Zudem übernahm der Verfasser u.a. zahlreicher Schriften über rheinische Orgelbauwerkstätten des 17. und 18. Jahrhunderts bis zu seinem Ruhestand die Orgelsachverständigentätigkeit für das Rheinische Amt für Denkmalpflege in Brauweiler bei Köln.

    „Der Kölner Bach-Verein hat seine traditionelle Einstudierung der Johannespassion wieder aufgenommen und in diesen Tagen in der Heilig-Kreuz-Kirche im linksrheinischen Merheim … aufgeführt. Im Gegensatz zur Passion nach Matthäus, die mit der Zeit den monumentalen Darstellungsstil unserer Konzertsäle entwickelt hat, konnte sich das edle Schwesterwerk in der Nähe der originalen Praxis eines dünn besetzten Aufführungsapparates und so auch in der Nähe des ursprünglichen Aufführungsortes halten. Wie sehr das seiner Eigenart, der notwendigen äußersten Deutlichkeit des stimmlichen Gewebes und damit der Inbrunst des Ausdrucks zugutekommt, ließ die Wiedergabe unter der stilkundigen Leitung Hans Hulverscheidts aufs Neue offenbar werden. Dass es dem Chor des Bach-Vereins gelegentlich an gesanglich-deklamatorischer Kraft und an Sicherheit mangelte, wird man ihm, der noch im Wiederaufbau begriffen ist, nachsehen müssen.“

    Kölnische Rundschau
    1946

    „Unter der frischen werkverpflichteten Leitung von Hans Hulverscheidt gab der zu hohem Können erzogene Chor des Bach-Vereins wieder sein Bestes in der Abstimmung und Klarheit des Klanges wie in den beherrschten polyphonen Sätzen.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    1942

    „Die Wiedergabe der beiden Kantaten unter der umsichtigen und musikalisch eindringenden Leitung von Hans Hulverscheidt zeugte wieder von der hingebenden künstlerischen Arbeit des Kölner Bach-Vereins, der in der Verbindung von stilistischer Treue und lebensvoller Darstellung Vorbildliches leistet.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    1942

    • geb. 14. Dezember 1908
    • gest. 29. November 1988 Dirigent und Organologe
    • Von 1941 bis 1946 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Aachener Bachverein
  • Michael Schneider (1936 bis 1941)

    Michael Schneider (1936 bis 1941)

    Michael Schneider studierte von 1927 bis 1930 an der Weimarer Musikhochschule die Fächer Klavier, Orgel und Komposition und besuchte anschließend das kirchenmusikalische Institut in Leipzig, wo Karl Straube, Robert Teichmüller und Kurt Thomas seine Lehrer waren. 1931 wurde der gebürtige Weimarer zum Organisten seiner Heimatstadt berufen und unterrichtete zugleich an der dortigen Musikhochschule. Drei Jahre später ging er nach München, wo er an der Matthäus-Kirche als Organist und Kantor wirkte.

    1936 erhielt Schneider eine Professur an der Musikhochschule in Köln und übernahm gleichzeitig die Künstlerische Leitung des Bach-Vereins Köln, die er bis 1941 inne hatte. Von 1942 bis 1944 dirigierte er die Berliner Kantorei, danach den Berliner Bruckner-Chor. 1945 wurde er Kirchenmusikdirektor an St. Markus in München, bevor Schneider dem Ruf als Professor an die Musikhochschule in Detmold folgte und zugleich zum Dirigenten des Bielefelder Musikvereins ernannt wurde. 1959 ging er als Professor an die Musikhochschule in Berlin-Charlottenburg und wechselte sechs Jahre später in gleicher Funktion nochmals an die Staatliche Hochschule für Musik in Köln, an der er auch nach seiner Emeritierung im Jahre 1975 noch einem Lehrauftrag nachging. Michael Schneider, der dem Direktorium der Neuen Bachgesellschaft angehörte, war auch als Gastprofessor an amerikanischen Universitäten tätig und verfasste zahlreiche musikwissenschaftliche Abhandlungen. Er starb 85-jährig in Köln.

    „Besonders bei einer alle künstlerischen Voraussetzungen des A-cappella-Singens so restlos erfüllenden Wiedergabe wie die durch den Kammerchor des Bachvereins unter Leitung von Professor Michael Schneider, den man als Interpret dieser geistvollen musikalischen Gesellschaftskunst Italiens von einer neuen und so bedeutenden Seite kennen lernte, dass man auch in dieser Blickrichtung wohl noch viel von ihm und seinem als Muster eines Kammerchors darstellenden Chor erwarten kann.“

    „Der Neue Tag“
    1939

    „Die würdige Aufführung in der Kartäuserkirche hatte Stil und klaren musikalischen Umriss. Unter Michael Schneiders sicher zusammenfassender, aber auch stilistisch empfindlicher Leitung erstand das Oratorium in schönster Durchsichtigkeit, bewegt im Dramatischen und verinnerlicht im pastoralen Ausdruck. Der zu hohem Können erzogene Chor des Bach-Vereins erzielte in den schlichten, klanglich fein ausgewogenen Chorälen unmittelbare Wirkungen, bewältigte aber überzeugend auch die anspruchsvollen polyphonen Sätze.“

    Kölnische Zeitung/Stadt-Anzeiger
    17.12.1938

    „Der von Professor Michael Schneider neuaufgebaute Chor des Kölner Bach-Vereins konnte nun die Früchte einer hingebenden Vorbereitungsarbeit ernten. Wie sicher und makellos ausgewogen und ausgerundet, und wie erschloss sich in der Beherrschung des chorischen Könnens der geistige Hintergrund der Werke. … Die Wiedergabe der Motette war eine meisterliche Leistung des Bach-Verein-Chors, den Michael Schneider vorbildlich erzogen und zur künstlerischen Höhe geführt hat. Auch in den Chören von Kuhnau und Calvisius spürte man die sichere Hand und die ursprüngliche musikalische Anschauung des Dirigenten, der den Ausdruck zügelt und das Klangliche bis auf den Grund durchleuchtet.“

    Kölnische Zeitung/Kölner Stadt-Anzeiger
    17.11.1938

    • geb. 4. März 1909 in Weimar
    • gest. 26. November 1994 in Köln
    • Dirigent, Organist, Musikpädagoge und -wissenschaftler
    • Von 1936 bis 1941 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Berliner Kantorei, Berliner Bruckner-Chor
  • Heinrich Boell (1931 bis 1936 und 1946 bis 1947)

    Heinrich Boell (1931 bis 1936 und 1946 bis 1947)

    Nach seinem Philosophie- und Theologiestudium in Straßburg und Heidelberg wandte sich Heinrich Boell intensiv der Musik zu. Nachdem er in den Jahren 1909 bis 1912 Schüler von Hans Pfitzner und Ernst Münch in Straßburg gewesen war, ging er nach Leipzig, um seine Musikkenntnisse bei Karl Straube und Robert Teichmüller zu vervollkommnen. Ab 1911 unternahm er zahlreiche Konzerttourneen ins In- und Ausland, die ihn als Orgelvirtuosen, Pianisten und Dirigent gleichermaßen bekannt machten.

    Von 1913 bis 1915 und dann wieder ab 1918 wirkte Böll als Organist und Chorleiter an der Evangelischen Gemeinde in Aachen. Von 1919 bis 1930 hatte er die Leitung der Symphonie- und Chorkonzerte des Städtischen Musikvereins Solingen inne. Bereits seit 1920 war der gebürtige Elsässer Lehrer am Konservatorium Köln gewesen, als er 1925 die Direktion der Abteilung für Evangelische Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln übernahm – einen Posten, den er insgesamt elf Jahre versah. Auf seine Initiative ging die Gründung des Madrigalchors der Kölner Musikhochschule zurück, der sich der Pflege Alter Musik, insbesondere der Aufführung von Bach-Kantaten in kleiner Besetzung widmete. Sein Engagement galt aber auch der Neuen Musik. Der spätere Künstlerische Leiter des Bach-Vereins Hermann Schroeder war es, der ihm bereits 1934 seine „Sechs Orgelchoräle über altdeutsche geistliche Volkslieder” op. 11 widmete.

    „Der Chor des Bach-Vereins, der die polyphonen Sätze sicher beherrschte und im Aufbau der einzelnen Sätze sicher beherrschte und im Aufbau der einzelnen Teile mit Hingabe am Werk war, erwies sich wieder als eine gesanglich vorzüglich disziplinierte Gemeinschaft. Heinrich Böll, der Leiter des Abends, zeigte erneut seine Vertrautheit mit den Erfordernissen des Bach-Stils und ließ in seine einprägsame Nachgestaltung den innigen Klang und Geist des Werkes einfließen.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    15.12.1934

    „Heinrich Boell bereitete dem Werk eine vorbildliche von Bachschem Geist befruchtete Aufführung, wie man sie so rein und abgewogen im Klang, so innig im Gefühl und geistig durchleuchtet nicht oft gehört hat. Der Chor des Bach-Vereins sang die polyphonen Sätze mit allem Können und war mit fühlbarer Liebe am Werk, stark im Aufbau der einzelnen Teile und schlicht, ohne die mißliche Gefühlsdynamik, in der Wiedergabe der Choräle.“

    Kölner Stadt-Anzeiger
    17.12.1933

    „Die Aufführung unter Heinrich Boells meisterlicher Führung zeigte den Chor des Bach-Vereins auf einer Höhe, die ihn zur Lösung schwierigster Choraufgaben befähigt. Es war die sicherste, klanglich rundeste Leistung, die uns der jetzt zu einem einheitlich abgestimmten Ausdrucksorgan zusammengewachsene Chor des Bachvereins bisher geboten hat. Eine stimmlich ganz geklärte und ausdrucksreine Aufführung, die ihren schönsten Lohn in sich selbst fand und nur durch die reine Kraft der Musik und derer, die ihr dienten, getragen wurde.“

    Stadt-Anzeiger für Köln und Umgebung
    18.11.1932

    1931 gründete Heinrich Boell den Bach-Verein Köln, bevor ihn das nationalsozialistische Regime um 1934 aus seiner geliebten Kölner Stellung drängte und er darauf hin ein Jahr später nach Breslau ging, um dort mit dem von ihm initiierten Aufbau der Schlesischen „Landesmusikschule” eine zentrale musikalische Ausbildungsstätte für diese traditionsreiche musikalische Region zu schaffen. Nach Kriegsende kehrte Boell nach Köln zurück. Neben der Professur an der Musikhochschule übernahm er 1946 für ein weiteres Jahr – bis zu seinem allzu frühen Tode im Jahre 1947 – die Leitung des Bach-Vereins sowie die Kirchenmusikerstelle an der Lutherkirche in Bonn-Poppelsdorf.

    • geb. 13. September 1890 in Weißenburg / Elsass
    • gest. 10. Oktober 1947 in Bonn
    • Dirigent, Organist und Kirchenmusiker
    • Von 1931 bis 1936 und 1946 bis 1947 Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln
    • Weitere Chöre unter seiner Leitung: Aachener Bachverein, Singvereinigung Solingen

Der Verein

Angeführt vom fünfköpfigen Vorstand ist mehr als ein Drittel des Chores in die aktive Organisation des Vereins eingebunden und engagiert sich mit teilweise hohem Zeitaufwand über das Singen hinaus ehrenamtlich – ebenso wie die fünf Vorstandsmitglieder selbst.

Seit dem 25. August 2022 umfasst der geschäftsführende Vorstand:
Isabel Irureta Vorsitzende
Leonie Galler Stellvertretende Vorsitzende
Thomas Möller Schriftführer
Katharina Engels Schatzmeisterin

Seit dem 25. August 2022 gehört zum erweiterten Vorstand:
Annett Reischert-Bruckmann Beisitzerin

Wenn Sie Fragen bzw. Anregungen an den Vorstand haben, nutzen Sie unser Kontaktformular

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Der Bach-Verein Köln gehört folgenden Vereinigungen als Mitglied an:

Netzwerk Kölner Chöre

Nirgendwo sonst schafft es Laienkultur und Laienkunst, sich auf einem derart hohen Niveau zu bewegen wie im Bereich der Chormusik. Diese Aussage trifft mit Fug und Recht auch auf die Ensembles des Netzwerks Kölner Chöre zu, die in den vergangenen Jahren einen enorm positiven Ruf erworben haben, der weit über die Grenzen der Domstadt hinaus reicht.

Das Netzwerk Kölner Chöre ist ein Zusammenschluss von Vertreter:innen der großen Kölner Konzertchöre. Dazu gehören gleichermaßen Chorvorstände wie Dirigenten, die gemeinsam für dieselbe Sache eintreten, nämlich für die Professionalisierung ihrer Arbeit und die Stärkung des Elements Chormusik innerhalb der Kulturlandschaft der Stadt Köln. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.netzwerk-koelner-choere.de

Verband deutscher Konzertchöre (VDKC)

Der VDKC (Verband Deutscher Konzertchöre) ist eine gemeinnützige Vereinigung von leistungsorientierten Chören. Er hat sich die Pflege wertvoller Chormusik aller Epochen, Gattungen und Stile in Aufführungen von künstlerisch hohem Anspruch zur Aufgabe gemacht. Dazu zählen eigene Veranstaltungen ebenso wie die Beratung der Mitgliedschöre in künstlerischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen oder die Herausgabe von Publikationen.
Die Arbeit des VDKC ist darauf ausgerichtet, für Konzertchöre – egal welcher Rechtsform – günstige organisatorische und künstlerische Rahmenbedingungen zu schaffen. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.vdkc.de

Kölner Gesellschaft für alte Musik (KGAM)

Die Förderung von Kunst und Kultur im Bereich der Alten Musik der im Jahr 2011 gegründeten „Kölner Gesellschaft für Alte Musik“ (KGAM). Der Verein fungiert als Dachverband des Kölner Zentrum für Alte Musik und für das Kölner Fest für Alte Musik, das 2010 erstmals mit großem Erfolg stattfand. Die Gründung des Vereins ist das Resultat eines stringenten Arbeitsprozesses, in den sich die Akteure der freien Alten Musik Szene Kölns gemeinsam begeben haben, um auf die kulturelle Bedeutung ihrer Arbeit aufmerksam zu machen.

Der nun offizielle Zusammenschluss der Szene ist ein deutschlandweit einzigartiges Modell für Kooperation und Vernetzung zwischen Künstler:innen, Ensembles und kulturtragenden Institutionen. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.zamus.de